Das Qoyllur-R’iti – Zwischen Religion, Andenkosmos, einem Affen, peruanischem Kitsch und nem Heiratsantrag.

Da stehe ich nun.

 

irgendwo verschlungen in den Anden auf 4.300 Meter. In einer surrealen Vergnügungswelt, einem fast schon anarchischen Rummel, den Tim Burton nicht besser hätte in Szene setzen können. Alle hier wissen genau, was sie tun und warum sie hier sind. Sie singen, sie lachen, sie weinen, sie beten. Nur ich stehe hier irgendwie im Weg. Schon wieder einer dieser Touristen, müssen sie denken. Oder einer dieser sinnsuchenden Menschen vielleicht?Weiterlesen

„La Tierra de los Yachaqs“ – Kommunaler Tourismus im Heiligen Tal

Wir reisen in ein Land, weil wir dessen Eigenschaften wertschätzen. Wir sollten demzufolge ein Interesse an dem Erhalt dieser Eigenschaften haben.

 

Ganz nach dem Motto:

„Ich zeige dir wie ich und meine Familie leben und du ermöglichst es mir und meinen Kindern, weiterhin so zu leben und im Idealfall unsere Lebensqualität zu verbessern.“

 

Kommunaler Tourismus heißt gegenseitiges Nehmen und Geben.

 

„La tierra de los Yachaqs“ im Heiligen Tal

Vor ein paar Jahren habe ich das Projekt „La tierra de los Yachaqs“ mit meinem Papa und einem Bekannten namens Thomas kennen lernen dürfen. Wir verbrachten vier Tage und drei Nächte mit den Bewohnern des Projektes. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Projekt noch in der Anfangsphase und einiges ging noch drunter und drüber. Wir fühlten uns jedoch in guten Händen und wurden sehr herzlich von den Einheimischen empfangen.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_gruppe

 

„La tierra de los Yachaqs“ ist ein Tourismusprojekt welches aus der Gemeinschaft von acht Kommunen im Heiligen Tal der Inka gegründet wurde und autonom von den Gemeindemitgliedern gemanagt und verwaltet wird. Die Gewinne durch touristische Aktivitäten werden fair verteilt. Das Projekt bietet seinen Besuchern die Möglichkeit einen Einblick in die Kultur, Lebensweise und Traditionen der Landbevölkerung zu erhalten und diese mit den Programmgebühren direkt zu unterstützen. Zudem sollen die Jahrhunderte alten Traditionen wertgeschätzt und bewahrt werden.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_dorfgemeinschaft_kinder_lehmziegelhaus

 

Veränderung der Lebenswelt

Klimatische Veränderungen machen es der Landbevölkerung immer schwieriger, unabhängig zu wirtschaften. Die Ernte fällt in schlechten Zeiten immer bescheidener aus und so sind die Menschen auf externe Lebensmittel angewiesen, die sie nur sehr schwer finanzieren können. Daher birgt in dem kommunalen Tourismus ein großes Potential. Zudem bieten die touristischen Aktivitäten vor allem Beschäftigung für die Frauen.

 

Die native Bevölkerung besitzt einen großen Wissensschatz, den sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Dazu gehört das Wissen über Astronomie und Umwelt, Landwirtschaft, Heilpflanzen, das Herstellen von Kunsthandwerk wie Textilien und Keramik, Zeremonien und das Wissen über alte Legenden und Weisheiten. All das steht im Einklang mit der Natur und der Muttererde, der Pachamama.

 

Das Projekt von La Tierra de los Yachaqs hat ein einheitliches Konzept entwickelt, welches die Gemeinden nach verschiedenen Themen unterteilt und somit die jeweiligen Stärken einer Kommune fördert. So kann der Besucher in jeder Gemeinde etwas Neues lernen und sich sein Programm nach eigenem Interesse selbst zusammenstellen.

 

Textilprogramm in Amaru

Damals haben wir zunächst das Textilprogramm in Amaru besucht. Hier wurden wir in die Geheimnisse der Textilkunst eingeweiht. Ein aufwendiger Prozess, der einem bewusst macht, dass Kunsthandwerk auch seinen Preis hat. Zunächst sind wir wandern gegangen und haben verschiedene Pflanzen gesammelt. Man erklärte uns, dass jede Pflanze später eine unterschiedliche Farbe hervorbringt.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_handwerk_wolle_farben

 

Dann musste das Schaf geschoren werden. Ich dachte, ich kann mir das Ganze in Ruhe mit ansehen aber dann wurde ich aufgefordert, die Klinge anzulegen. Ob das so klug war aber niemand hat Verletzungen davon getragen :)

 

sozialprojekt_peru_anden_gemeinde_amaru_kommunaler_tourismus_cusco sozialprojekt_kunsthandwerk_traditionelle_textilien_gemeinden_schaf_wolle_indianer

 

Danach wurde die Wolle gewaschen …

 

la_tierra_de_los_yachaqs_sozialprojekt_kommunaler_tourismus_cusco_anden

 

Daraufhin gesponnen und aufgewickelt ….

 

textilherstellung_pisaq_amaru_kommunaler_tourismus_anden_hochland_peru

 

Und danach gemeinsam mit den Pflanzen gekocht.

 

yachaqs_sozialprojekt_andenhochland_indigene_gemeinde_kommunaler_tourismus_quechua_indianer_peru

 

Erst dann haben wir mit dem eigentlichen knüpfen der Textilien losgelegt. Daran sitzen die Frauen, je nach Größe des Textiles dann einige Tage.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_handwerk_tradition_knüpfen_weben sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_handwerk_decken_muster sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle kommunaler_tourismus_quechua_indianer_hochland_peru_inka_textilprojekt

 

Die Muster und Farben erzählen alte Legenden der Vorfahren. Es gab damals keine Schrift, somit dienten diese Technik als Vermittler alter Weisheiten. Wir haben auch in den Kommunen in rustikalen und sehr gemütlichen Unterkünften übernachtet. Am Abend saßen wir mit den Einheimischen zusammen und haben versucht uns mit Händen und Füßen zu verständigen, denn die wenigsten sprechen hier Spanisch, sondern nur die Ureinwohnersprache „Quechua“.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_essen yachaqs_sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_kinder_tradition

 

Wanderung durch das Heilige Tal

Am zweiten Tag lag eine weite Wanderung vor uns. Es ging an einer glasklaren Lagune, Alpakaherden und weiten Feldern vorbei. Wir mussten zudem einige hohe Pässe überqueren.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_wanderung_trekking sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_trekking_wanderung_see_natur_landschaft_lagune_bergsee sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_wanderung_trekking_anden_höhe

 

In dem nächsten Projekt haben wir einen Einblick in die Traditionen der Landwirtschaft erhalten. Es wurden uns typische Rituale und Zeremonien vorgeführt, die Saat und Ernte nach dem Glauben der Nativen beeinflussen. Immer im Einklang mit der Natur und der Pachamama, der Mutter Erde. Am Abend wurde eine traditionelle „Pachamancha“ zubereitet. Nach alter Tradition werden hierfür Kartoffeln und Fleisch in Maisblätter eingewickelt und in einem Erdofen durch heiße Steine erhitzt.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pachamanca_kartoffeln_tradition sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pachamancha_kartoffeln_essen_tradition sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pachamancha_kartoffeln_fleisch_erdofen

 

Kochen nach überlieferten Rezepten

Am nächsten Tag stand Kochen mit Einheimischen auf dem Programm. Peru ist bekannt für seine aufstrebende Gastronomie aber ohne das Wissen der alten Kulturen über Astronomie und Landwirtschaft, wäre das heute gar nicht denkbar. So stammen zum Beispiel an die 3.000 Kartoffelsorten aus Peru, daneben das Trendprodukt „Quinoa“ und der Mais. In einem der Kommunen lernten wir peruanische Gerichte zu kochen, wie zum Beispiel das Gericht „Causa“ und „Rocoto Relleno“.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_kochen_peruanische_küche_kartoffeln sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_kochen_küche_causa

 

Die Multitasking Pflanze Achupalla

Im Heiligen Tal der Inka wächst eine ganz besondere Pflanze und die Indigenen haben ein beeindruckendes Wissen über die Nutzung dieser Pflanze namens Achupalla. Sie ist multifunktional einsetzbar und das wurde uns auch demonstriert. Zum einen dient ihr recht robuster Stamm als Wasserspender und man kann einen Teil davon essen.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pflanze sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pfalnze_tal

 

Im Inneren der Pflanze leben Raupen, welche für die Indigenen eine Art Delikatesse darstellen und die geröstet auch auf dem Teller landen.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_pfalnze_raupe

 

Im getrockneten Zustand lassen sich die Stämme zu Kunsthandwerk umwandelt und die Blätter dienen als Futter für die Meerschweinchen.

 

sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_meerscheine sozialprojekt_kommunaler_tourismus_andenhochland_peru_quechua_indianer_textilien_schafswolle_meerschwein_farm

 

Heilpfanzenprojekt

Desweiteren gibt es eine Kommune, die das Thema Kräuter und Heilpflanzen thematisiert. Sehr beeindruckend ist das verankerte Wissen über Pflanzen und deren schmerzlindernden oder gar heilenden Wirkungen. Viele dieser Pflanze wachsen überhaupt erst auf diesen Höhen und sind in anderen Klimazonen nicht vorzufinden.

 

Wer mehr über das Sozialprojekt erfahren möchte, der kann mir gern schreiben oder sich direkt an das Projekt wenden. „La tierra de los Yanchaqs“

DER PERU REISEFÜHRER

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

Jetzt erhältlich als E-Book und Taschenbuch

www.querdurchperu.de

Du planst deine Reise nach Peru? Hol dir unseren individuellen Peru Reiseführer QUER DURCH PERU und plane deine Reise noch heute von A bis Z. QUER DURCH PERU ist der ideale Reisebegleiter, steckt voller Inspirationen und hilft dir bei der individuellen Reiseplanung. Lass dich begeistern von unseren Routenvorschlägen, Geheimtipps peruanischer Locals und starte deine Reise in eines der faszinierendsten Länder Lateinamerikas!

Hola, ich bin’s Nora.
Reiseautorin & Fotografin
Mehr über mich

Dieser Reiseblog ist für dich. Du findest auf diesen Seiten landesweite Reiseberichte, Vorschläge für Reiserouten, Planungshilfen und eine Fülle an Tipps für alles, was das Reiseherz begehrt: Dazu gehören lokale Reiseagenturen, Unterkünfte, Packlisten, Infos zum Thema Geld, Restaurant-Tipps, usw.

 

Alles, ja wirklich ALLES, was ich jemals geschrieben habe, findest du in meinem Archiv.

 

Folge mir auf Facebook, Instagram & Pinterest.

 

Buen viaje!

Dieser Blog ist für alle, die eine Reise nach Peru planen, die sich inspirieren lassen möchten von der Vielfalt, die Peru zu bieten hat, die einfach nur neugierig sind, Reiseberichte lesen möchten, oder für alle, die selbst schon in Peru waren und sich zurück versetzen wollen in eine Zeit, die so lebendig, so bunt, so erfüllt und so reich an Erlebnissen war. ~ Nora

Made in Peru! – Im Einkaufsrausch von Cusco

In Peru sollte man mit leeren Taschen anreisen, um mit vollbepackten Taschen wieder abzureisen. Peru ist in meinen Augen der Inbegriff für stilvolles Kunsthandwerk, denn nicht umsonst haben die ethnischen Muster die Weltmode erobert – kommt alles aus Peru. Also wieso dann nicht gleich beim Erfinder dieser Mode einkaufen? Ponchos mit hübschen Ornamenten sind wahrhaft ein Hingucker und flauschige Alpakapullover sehen nicht nur gut aus, sondern halten schön warm! Die beste Stadt, um Souvenirs, Textilien und Handwerk zu shoppen, ist definitiv Cusco, dazu kommen die Märkte im Heiligen Tal. Mein Tipp: Eine zweite Reisetasche kann man sich ebenfalls direkt vor Ort kaufen, entweder aus festem Wollstoff oder aus Leder.

 

Wo du in Cusco Kunsthandwerk kaufen kannst

Barrio San Blas: Wo könnte man besser nach Kunsthandwerk und Schmuck stöbern als in einem Künsterviertel? Am Wochenende findet auf dem Platz von San Blas ein Handwerksmarkt statt, auf dem man sehr gut handgefertigte Ledertaschen, Silberschmuck, Textiltaschen, Gemälde sowie fein bemalte Keramiktassen und -teller kaufen kann. In einem Hinterhof gibt es Produkte aus Alpaka- und Schafwolle, wie Socken, Schals, Ponchos und Pullover, zu kaufen. In der Calle Tandapata oberhalb der Wasserfontäne findet man einen kleinen Laden, der bemalte oder gestickte Stoffe, Shipibo, aus dem Regenwald verkauft. In dieser Gasse tummeln sich auch die Straßenkünstler, die interessanten Schmuck mit Bändern, Draht, Steinen und Kristallen herstellen sowie den Touristinnen in ihre Haarsträhnen mit Bändern kleine Steinchen, Holzperlen und Federn flechten. Es lohnt sich ebenfalls, die Calle Carmen Alto abzulaufen, denn in dem hübschen Shop L’atelier by Grid verkauft die Französin Grid wunderschönen Schmuck, kleine Täschchen, Vintage-Kleidung und Fotografien.

 

 

 

kunst_laden_cusco_peru_grid_cafe_concept kunst_kaufen_in_cusco_peru_grid

 

In dem Laden „Chakruna“ am Platz von San Blas arbeiten zwei Jungs, die Auftragsarbeiten entgegen nehmen. Das heißt, hier kannst du dir dein eigenes Produkt aus lokalen Stoffen anfertigen lassen. So habe ich mir damals einen kleinen Lederrucksack ganz nach meinen Vorstellungen zaubern lassen. Das Resultat sehr ihr hier:

 

ledertasche_rucksack_hand_made_peru_fair_trade_cusco_handwerk

 

Calle Triunfo: Oben an der Ecke der Calle Triunfo kannst du einen Hinterhof betreten, der zum Restaurant Cicciolina führt, dort befindet sich der Shaman Shop 393. Ich liebe es, diesen Laden zu betreten, um die per Hand bemalten Trommeln zu bestaunen, mir die Shipibo-Stoffe anzusehen, die Kristalle und Steine zu bewundern, der mystischen Musik zu lauschen und den Weihrauch zu schnuppern.

 

Bevor man zu Fuß den Hauptplatz von Cusco erreicht, befindet sich auf der linken Seite ein Hinterhof (einer der letzten), in dem sich einige gute Geschäfte befinden. Das hintere Geschäft ist meiner Meinung nach einmalig. Ich habe ein absolutes Faible für geschnitzte Holzmasken und diese habe ich dort mehrfach gekauft. Zudem lassen sich in diesem Laden tolle Decken, große Textilrucksäcke, Traumfänger, Schmuck, Tabakspfeifen aus Stein und Holz, alte Münzen, Hüte, Lamas aus Plüsch, Hausschlappen sowie weitere coole Sachen finden.

 

holz_masken_kunsthandwerk_cusco_peru

 

Mercado San Pedro: Weiter geht es zu meinem Lieblings-Spot für Souvenir- und Alpakapulli-Shopping. Für den großen überdachten Wochenmarkt San Pedro sollte man ausreichend Zeit einplanen, denn neben Kunsthandwerk kann man dort auch Früchte, Gemüse, Trockenobst und Nüsse einkaufen, sich einen frischgepressten Saft gönnen sowie das quirlige Treiben seiner Verkäufer und Käufer beobachten. Die Textilstände finden sich direkt hinter dem Eingang. Die meisten Touristen verlassen den Markt mit haufenweise Alpakapullis, Schals, Ponchos, Tüchern, Stirnbändern, Taschen, Schmuck, Armbändern und Lama-Schlüsselanhängern. Doch auch außerhalb vom San Pedro lohnt es sich zu stöbern. Es gibt dort sehr viele Stoffläden, in denen man sich günstig Textilien für die weitere Verarbeitung kaufen kann. Unterhalb des Marktes gelangt man in die Calle Nueva, der man bis zur Calle Concevidayoc folgt. An der Ecke befindet sich ein grandioser Schmuck-Bastel-Laden, in dem man allerlei Schmuckzubehör kaufen kann. Ich war dort ziemlich lange Stammkundin.

 

Mein Tipp für ein günstiges, leichtes und sehr beliebtes Mitbringsel, über das sich jeder freut und das jeder gebrauchen kann: Bunt gemusterte Bänder mit weißen Perlen. Ein absoluter Verkaufsschlager und es lohnt sich, gleich mehr davon zu kaufen. Die Bänder sind für wirklich alles einsetzbar. Viele Traveler tragen die Bänder am Arm. Ich nutze sie ebenfalls als Armband, als Haarband, als Schlüsselband und als Trageband. Ich kann gar nicht mehr ohne diese rund ein Meter langen Bänder leben.

 

Centro Artesanal Wanchaq: Einen etwas größeren Schlenker macht man zum Mercado Artesanal Wanchaq, der am unteren Ende der langen Avenida del Sol liegt. Dieser Markt ist besonders gut geeignet, wenn man bewusst auf Souvenir-Shopping-Jagd gehen möchte. Fündig wird hier jeder. Neben den typischen Produkten wie Textilien aus Alpaka- oder Schafwolle gibt es handgefertigte Instrumente wie Gitarren, Charangos und Panflöten sowie Keramik, Ledertaschen und Kalebassen (Trockenkürbisse) in allen Farben und Größen. Die Muster und Darstellungen sind sehr liebevoll geschnitzt und erzählen die Mythologie der Anden.

 

Meine kleine Kalabasse :)

 

Mercado de Pisac: Endgültige Shoppingtouren in Cusco sollte man bestenfalls nach einem Besuch in Pisac machen, denn die Chancen stehen hoch, dass man dort qualitativ hochwertiges Kunsthandwerk zu besseren Preisen kaufen kann. Pisac ist aufgrund seiner erstklassigen Textilien – große Decken, wunderschöne Ponchos, Kissenbezüge, Tischläufer usw. – sowie seines Silberschmucks bekannt.

 

decken_peru_alpaka_wolle_lama_shoppen_in_peru 

Baratillo Markt: Für alle die es billig, billig, billig mögen wie die Peruaner, die am Schrottsammeln Freude finden oder einfach mal die Nadel im Heuhaufen suchen wollen, ist der Baratillo-Markt genau das richtige. Mein Lieblings-Schrott-Stück aber irgendwie cool:

 

tankstelle_peru_anzeiche_zahlen_schrott_unikat_baratillo_cusco

 

Den Flomarkt Baratillo gibt es nur an Samstagen. Hier verkaufen Peruaner alles, was nicht niet und nagelfest ist. Leider im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser Markt gilt als Schwarzmarkt und ist mit Vorsicht zu genießen, denn was hier gestohlen wird, wird auch im gleichen Atemzug hier wieder verkauft. In einer Straße werden Touristen-Souvenirs und Kunsthandwerk zu wirklich fragwürdig günstigen Preisen verkauft.

 

baratillo_markt_cusco

Mein Tipp: Immer ausreichend Wechselgeld im Portemonnaie haben: Während in anderen Kulturen ein “Hundert-Irgendwas-Schein” heiß begehrt ist, fällt es den peruanischen Verkäufern lediglich ein, argwöhnisch die Augen zu rollen. Sie müssen denken: “Um Himmels willen, nicht schon wieder ein Gringo mit einem 100-Soles-Schein, soll er den doch selbst wechseln und bitteschön wieder kommen.” Manche Händler lehnen große Geldscheine kategorisch ab, wenn sie kein Kleingeld herausgeben können. Es gibt aber auch die “100-Soles-Schein-Helden”, die sich kein Geschäft durch die Lappen gehen lassen. Schnell greifen sie nach dem Schein und verschwinden mit einem genuschelten “esperame” (warte auf mich) spurlos von der Bildfläche. Das kann schon mal 20 Minuten dauern, aber keine Panik – die Wechselgeld-Helden tauchen stets wieder auf, natürlich mit dem heißbegehrten Kleingeld in Form von Münzen und 10- und 20-Soles-Scheinen.

DER PERU REISEFÜHRER

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

Jetzt erhältlich als E-Book und Taschenbuch

www.querdurchperu.de

Du planst deine Reise nach Peru? Hol dir unseren individuellen Peru Reiseführer QUER DURCH PERU und plane deine Reise noch heute von A bis Z. QUER DURCH PERU ist der ideale Reisebegleiter, steckt voller Inspirationen und hilft dir bei der individuellen Reiseplanung. Lass dich begeistern von unseren Routenvorschlägen, Geheimtipps peruanischer Locals und starte deine Reise in eines der faszinierendsten Länder Lateinamerikas!

Hola, ich bin’s Nora.
Reiseautorin & Fotografin
Mehr über mich

Dieser Reiseblog ist für dich. Du findest auf diesen Seiten landesweite Reiseberichte, Vorschläge für Reiserouten, Planungshilfen und eine Fülle an Tipps für alles, was das Reiseherz begehrt: Dazu gehören lokale Reiseagenturen, Unterkünfte, Packlisten, Infos zum Thema Geld, Restaurant-Tipps, usw.

 

Alles, ja wirklich ALLES, was ich jemals geschrieben habe, findest du in meinem Archiv.

 

Folge mir auf Facebook, Instagram & Pinterest.

 

Buen viaje!

Dieser Blog ist für alle, die eine Reise nach Peru planen, die sich inspirieren lassen möchten von der Vielfalt, die Peru zu bieten hat, die einfach nur neugierig sind, Reiseberichte lesen möchten, oder für alle, die selbst schon in Peru waren und sich zurück versetzen wollen in eine Zeit, die so lebendig, so bunt, so erfüllt und so reich an Erlebnissen war. ~ Nora