FAQ zum Inka-Trail: Alles was du zur Wanderung nach Machu Picchu wissen musst

Der Inka-Trail (Spanisch: camino inca) ist der König unter den peruanischen Wanderwegen. Dieses 4-tägige Trekking führt entlang von Anden-Kordilleren, über hohe Pässe, durch reizvolle Wälder und schließlich hinab in den Bergregenwald, wo die Wanderer am letzten Tag durch das Sonnentor „Inti Punku“ laufen und auf Machu Picchu blicken. Der Inka-Trail verläuft als Streckenabschnitt des „Qhapac ñan“ größtenteils auf den Originalpfaden der Inka, was ihn so einzigartig macht. „Qhapac ñan“ bezeichnet das Straßennetz der Inka, welches insgesamt 30.000 Kilometer einnimmt und sich über die Länder Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien erstreckt. 2014 wurde das Inka-Wegenetz zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Grund dafür ist die ingenieurstechnische Leistung der Inka sowie die Notwendigkeit, den Zustand der Wege und ihre umliegenden Landschaften zu bewahren.

 

FAQ zum Inka-Trail

 

Ist der Inka-Trail anspruchsvoll und für mich geeignet?

Auf dem Inka-Trail wandert man täglich zwischen 4 und 8 Stunden. Die Tage beginnen stets sehr früh, sodass jeder Wanderer in seinem eigenen Tempo gehen kann. Es werden einige hohe Gebirgspässe von bis zu 4.200 Metern überwunden. Gerade die ungewohnte dünne Höhenluft bringt viele Wanderer schnell aus der Puste. Siehe hier, 7 Tipps gegen Höhenkrankheit. Ob man sich den Inka-Trail zutraut, muss jeder Wanderer für sich selbst entscheiden. Die Reiseagenturen übernehmen dafür keine Verantwortung. Für den Inka-Trail muss man nicht unbedingt ein Wanderprofi sein, aber eine gewisse körperliche Fitness ist ratsam. Unabhängig davon sollte man sich nach Ankunft in Cusco ein paar Tage an die Höhe gewöhnen und sicherstellen, dass man sich nicht erkältet (extreme Temperaturschwankungen) und sich auch keine Magenprobleme durch verunreinigtes Essen einfängt. Das würde das langersehnte Trekking beeinträchtigen.

 

Wie läuft der Inka-Trail ab?

Briefing: Bevor das Trekking überhaupt startet, findet am Vorabend ein Briefing mit dem Tour-Guide statt. Hier wird über den Ablauf der nächsten Tagen gesprochen, der Guide erklärt, an welche Gepäckstücke man denken sollte und man hat die Möglichkeit offene Fragen zu stellen und ggf. einen Schlafsack und Wanderstöcker (zusätzlich sollte man sich Gummi-Noppen kaufen!) zu mieten.

 

Tag 1: Am ersten Tag vom Inka-Trail geht es sehr früh los. Im Bus geht es mit der Wandergruppe bis nach Ollantaytambo im Heiligen Tal der Inka, wo noch letztes Trekking-Zubehör wie auch Wasser und Snacks gekauft werden können. Danach geht es weiter zum Ausgangspunkt der Wanderung (Bahnkilometer 82), wo die Gruppe auf die Trekking-Mannschaft trifft. Dazu gehört der Guide, Assistent, Koch und Träger. Am ersten Tag wird rund 4 Stunden gewandert, man kommt an archäologischen Stätten und kleinen Dörfern vorbei, bis man schließlich Wayllabamba auf 3.000 Metern erreicht.

 

Tag 2: Der zweite Tag ist der härteste. Heute muss der 4.200 Meter hohe Pass Warmiwañiusca überwunden werden. Wanderzeit beträgt zwischen 7 und 8 Stunden.

 

Tag 3: Auch am zweiten Tag muss ein Pass von 4.000 Metern überwunden werden. Danach ist das schlimmste überstanden. Man besichtigt die Inka-Ruinen Runkurakay und Puyupatamarca sowie die Zitadelle von Winay Wayna.

 

 

Tag 4: Der letzte Tag startet, wenn es noch dunkel ist. Schließlich möchten alle Wanderer Machu Picchu bei Sonnenaufgang erleben. Wenn man das Sonnentor „Inti Punku“ erreicht, ist es nur noch knapp eine Stunde bis zum Eingang von Machu Picchu, wo man seinen Wanderrucksack abgibt und sich einen Stempel von Machu Picchu in den Reisepass stempeln lassen kann. Nun folgt noch eine rund zweistündige Führung durch die Anlage und anschließend hat man Zeit, die Anlage auf eigene Faust zu erkunden.

 

Wer den Huayna Picchu oder Montaña dazu gebucht hat, trennt sich von der Gruppe und wandert einen der zwei Berge hinauf (beansprucht 2 – 3 Stunden).

 

Blick vom Berg Montaña auf Machu Picchu

 

Am späten Nachmittag geht es im Zug von Aguas Calientes zurück nach Cusco.

 

Wo lasse ich mein Hauptgepäck während dem Trekking?

Das Hauptgepäck wird immer in der Unterkunft in Cusco gelassen. Alle Hotels und Hostels sind auf Wanderer eingestellt und verfügen über sichere Abstellräume. Wertgegenstände wie Laptops, Kreditkarten, Schmuck etc. sollten in Safes verschlossen werden. Denke daran, den Reisepass unbedingt mit auf das Trekking zu nehmen, da dieser beim Eintritt nach Machu Picchu vorgezeigt werden muss. Für das Trekking-Gepäck eignet sich eine zweite leichte Reisetasche, die auch dreckig werden kann. So genannte „duffle bags“ kann man auch in Cusco mieten. Für persönliche Gegenstände wie Kamera, Geld, Regenjacke, Snacks und Wasser nutzt man einen bequemen Tagesrucksack. 

 

So genannte „duffle bags“ eignen sich hervorragend für den Inka-Trail

 

Muss man sein Gepäck auf dem Inka-Trail selbst tragen?

Auf dem Inka-Trail sind aufgrund von Schutzmaßnahmen keine Pferde oder Esel für die Beförderung von Gepäck erlaubt. Deswegen tragen die Wanderer entweder ihr Gepäck selbst oder beanspruchen den Dienst von einem Gepäckträger. Dieser Service kostet rund 100$ und kann auch von zwei Teilnehmern des Trekkings geteilt werden. Bedenke, dass die Gepäckträger einen harten Knochenjob machen und dieser nicht immer angemessen von den Reiseagenturen bezahlt wird. Die Träger freuen sich umso mehr, wenn sie von den Wanderern ein zusätzliches Trinkgeld bekommen.

 

Wie lange im Voraus sollte ich den Inka-Trail buchen?

Um den Original-Pfad der Inka und die Landschaft zu schützen, wurden 2014 die Eintritte zum Inka-Trail auf 500 Zulässe (permits) pro Tag begrenzt. Da der Inka-Trail jedoch weiterhin stark nachgefragt ist, muss man ihn lange Zeit im Voraus über eine Reiseagentur buchen. Gerade in den Monaten von Mai bis Oktober kann es sein, dass der Inka-Trail bereits 6 Monate im Voraus vollständig ausgebucht sind. Für die Buchung vom Inka-Trail wird bereits im Voraus eine Kopie vom Reisepass benötigt. Hier ist es wichtig, dass es sich um den aktuellen Reisepass handelt, mit dem man dann auch in Peru unterwegs bist.

 

Auch der Huanya Picchu oder Berg Montaña sollten bereit im Voraus gebucht werden. Erfahre mehr über die beiden Aussichts-Berge in diesem Artikel.

 

Wo kann ich den Inka-Trail buchen?

Es gibt zahlreiche Agenturen, die den Inka-Trail anbieten. Es macht Sinn den Inka-Trail bei verschiedenen Agenturen anzufragen und die Preise und Leistungen zu vergleichen. Hier findest du eine Übersicht von Reiseagenturen.

 

Was kostet der Inka-Trail und was ist enthalten?

Die Preise für den Inka-Trail variieren zwischen 500$ und 1000$. Enthaltene Leistungen ist der Inka-Trail Zulass, der Eintritt nach Machu Picchu, der englischsprachige Guide, Verpflegung für 4 Tage, Campingausrüstung und die Zugfahrt von Aguas Calientes zurück nach Cusco. Wie hoch der Preis am Ende ist, hängt vor allem von der Bekanntheit der Reiseagentur ab und ob sie die Trekking-Tour selbst durchführen. Einige Agenturen wie Explorandes und Llama Path haben sich als gute Trekking-Anbieter über die Jahre etabliert, die Organisation der Trekkings funktioniert reibungslos, die Guides, Köche und Träger werden angemessen bezahlt und auch an der Qualität der Campingausrüstung wird nicht gespart.

 

Bekommt man auf Anfrage vegetarische Verpflegung?

Ja, das ist kein Problem. Die meisten Reiseagenturen fragen auch danach. Und wenn nicht, sollte man vorher daraufhin weisen.

 

Was muss ich an Trinkgeld einrechnen?

Normalerweise wird am Ende des Trekkings ein gemeinsames Gruppen-Trinkgeld gezahlt. Wie viel dann jeder gibt, hängt von der Gruppengröße ab und natürlich auch vom Service der Mannschaft. Man kann aber davon ausgehen, dass die Guides, Köche und Träger einen großartigen Job machen und man gewillt ist, eine finanzielle Anerkennung zu zahlen. Hier kann nur eine Richtlinie genannt werden:

 

Träger: 20 – 30 Soles pro Person
Koch: 10 – 20 Soles pro Person
Guide: 20 – 40 Soles pro Person
Assistierender Guide: 10 – 20 Soles pro Person

 

Mehr Informationen zum Thema Trinkgeld zahlen in Peru findest du in diesem Artikel.

 

Gibt es eine Alternative zum Inka-Trail?

Wem der Inka-Trail zu teuer ist oder wer keinen Platz mehr für den Inka-Trail ergattern konnte, für den kommt eines der vielen alternativen Trekkings in Frage. Die beliebteste Alternative ist das 5-tägige Trekking Salkantay. Der wesentlichste Unterschied liegt vor allem darin, dass man am letzten Tag nicht direkt in Machu Picchu ankommt, sondern in Aguas Calientes. Hier verbringt man eine Nacht und besichtigt Machu Picchu am nächsten Tag. Ebenfalls beliebt ist der Inca Jungle Trail (enthält u.a. eine Biking Tour, Zip-Lining sowie River-Raftin) oder der Lares Trek. Ganz abseits der Touristenpfade kann man auf dem Ausangate Trek wandern.

 

Der Ausangate Trek ist eine tolle Alternative zum Inka-Trail abseits der Touristenpfade

 

Quelle Titelfoto: www.fotolia.com // User: hakat

DER PERU-REISEFÜHRER

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

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Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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