Kulinarische Food-Tour durch Barranco, Lima

FOOD TOUR LIMA – Sich einmal durch die peruanische Küche futtern? Ja, das geht!  … und zwar nirgends besser als in der kulinarischen Hauptstadt Südamerikas – LIMA! Mit Exquisito Perú haben Vanessa von Voyage Perou und ich eine kulinarische Tour durch das Künstlerviertel Barranco gemacht. Ein Hochgenuss vom Feinsten! Unser Guide Fiorella hat uns zu versteckten Marktständen genommen, uns exotische Früchte gezeigt und wie man sie isst und sie hat uns spannende Geschichten über die peruanischen Speisen erzählt. Die Tour ging fünf Stunden und innerhalb dieser Zeit haben wir die Klassiker der peruanischen Küche verputzt. Dazu gehören: Lomo Saltado, Papa a la Huancaina, Causa und Ceviche. Außerdem haben wir Inca Kola probiert und mit einem köstlichen Pisco Sour  auf unsere Tour angestoßen. 

So sieht ein kulinarischer Tag in Lima aus:

 

Es ist 7 Uhr morgens an einem Mittwoch in Lima. Mein Magen knurrt, doch gegessen wird jetzt erstmal nichts. Um 9:30 Uhr beginnt die kulinarische Tour in Barranco und dann wird fünf Stunden nonstop gefuttert, so stelle ich mir das zumindest vor.

 

Mit Vanessa treffe ich mich vorher schon einmal auf einen Cappuccino. Vanessa, die in Lima lebt und über Peru bloggt (auf französisch), ist eine fabelhafte Spezialistin in Sachen Cafés und so kehren wir im Café „La Bodega Verde MAC“ ein, es gehört zum Kunstmuseum MAC, welches just zwischen Miraflores und Barranco liegt.

 

Café La Bodega Verde im Kunstmuseum MAC

 

Als Peru-Bloggerinnen haben wir uns einiges zu berichten, doch dann sitzt plötzlich die Zeit im Nacken und wir flitzen schnell zum Treffpunkt in Barranco. Bei der kleinen Plaza San Francisco treffen wir Fiorella, sie arbeitet für Exquisito Perú als kulinarischer Guide. Zu dritt laufen wir durch die Straßen Barrancos und staunen über die vielen Graffitis auf unserem Weg.

 

Zu Fuß durch das Künstlerviertel Barranco


Glatt könnte ich denken, ich hätte eine Graffiti-Tour gebucht :)

 

Markt von Barranco

Erster Stopp ist ein vegetarischer Stand im Markt von Barranco. Was uns hier erwartet? Natürlich Frühstüüück! Es gibt einen Quinoa-Burger sowie einen Lucuma-Milch-Shake, der perfekte Start in den jungen Tag und auch ziemlich lecker!

 

Ein klitzekleines bisschen grüble ich über die Frage, ob mein Magen für das heutige kulinarische Vorhaben überhaupt Kapazitäten hat, aber … erstmal abwarten. Mein Appetit wird mich schon nicht im Stich lassen und Fiorella hat bereits einiges durchblicken lassen … es wird richtig gut!

 

Quinoa-Burger und Lucuma-Milch-Shake :)

 

Fiorella führt uns durch den Markt und zeigt uns exotische Früchte und wie man diese am geschicktesten isst. Dazu gehört beispielsweise die Granadilla. Diese orange Frucht erinnert ein bisschen an eine Maracuya, ist aber überhaupt nicht sauer und lässt sich mal eben vernaschen.

 

Physalis = Aguaymanto


Peru besitzt eine unglaubliche Produktvielfalt an exotischen Früchten

 

Schokoladen-Verkostung

Auch auf dem Weg zur Schokoladen-Verkostung kommen wir an dem Graffiti von Jade Rivera, einem bekannten peruanischen Künstler, vorbei. Sein Merkmal ist die Schnabel-Maske und / oder das Motiv vom Vogel.

 

Graffiti von Jade Rivera

 

Nächste Station ist das Schokoladengeschäft von einem peruanisch-amerikanischen Pärchen. Hier findet man so gut wie alle bekannten Schokoladen-Marken (u.a. Cacaosuyo, Shattell, Tinkiy, …) aus Peru, geordnet nach der jeweiligen Region und nach Kakao-Anteil. Bekannte Regionen, wo Kakao wächst und weiterverarbeitet werden, sind Amazonas, San Martin, Cusco, Puno, Junín und Piura. Jede Region zeichnet sich durch verschiedene Geschmacksqualitäten aus. Wir machen den Test und versuchen herauszuschmecken, woher welche Schokolade kommt. Auch über den Anbau von Kakao und die weitere Produktion erfahren wir viel spannendes! Für Schoko-Liebhaber hat sich die Tour jetzt schon gelohnt ;)

 

Geröstete Kakao-Bohnen


Kakao-Nibs sind perfekt fürs Müsli!

 

Ab ins Canta Rana!

Aber keine Sorge, die peruanischen Küchen-Klassiker fehlen ja noch komplett! Legen wir also los mit dem würzigen Fleischgericht „Lomo Saltado“. Dieses bekommen wir im wohl angesagtesten Restaurant von Barranco serviert, dem Canta Rana. Hier stellt uns Fiorella auch direkt auf die Probe und testet, ob wir etwas übrig haben für die quietschgelbe und zuckersüße Inca Kola.

 

Ich, Nora (links), Fiorella (Mitte), Vanessa (rechts)

 

Schon einmal von der Inca Kola gehört? Soviel kann ich dir verraten: Entweder man liebt oder hasst sie. Probieren solltest du sie auf alle Fälle, wenn du in Peru unterwegs bist!

 

Die Inca Kola ist die peruanische Antwort auf die weltliche Coca Cola …


Lomo Saltado, eine Portion Canchita (gerösteter Mai) und Inca Kola

 

Papa a la Huancaina 

Weiter geht’s! Kaum zu glauben, auf unserer kulinarischen Agenda stehen noch vier Orte! Einer davon ist ein alter Zugwagon, der sich unmittelbar beim Hauptplatz von Barranco befindet. Bekannt ist diese Holzbahn für das leckere Kartoffelgericht „Papa a la Huancaina“.

 

Das peruanische Kartoffelgericht „Papa a la Huancaina“

 

Im Anschluss laufen wir noch ein Stück durch das szenische Viertel von Barranco, wo wir noch viele weitere Graffitis sehen und schließlich zur Seufzer-Brücke kommen. Wer den Atem anhält und mit geschlossenen Augen einmal über die Brücke läuft, hat einen Wunsch frei!

 

Graffitis in Barranco


In den Straßen von Barranco

 

Einmal Pisco Sour bitte!

Ich wünsche mir einen Pisco Sour und natürlich geht mein Wunsch sofort in Erfüllung ;) Unseren nächsten Stopp machen wir in einer urigen Bar, ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen. Vom Bartender bekommen wir Schritt für Schritt gezeigt, wie das Nationalgetränk der Peruaner zubereitet wird. Hier findest du übrigens mein erprobtes Pisco Sour Rezept!

 

In einer urigen Cocktail-Bar in Barranco …

 

Den fertig geschüttelten Cocktail lassen wir uns auf der Zunge zergehen und ob man es glaubt oder nicht, jetzt im etwas alkoholisierten Zustand bekomme ich direkt Appetit auf die Speise, die ich am meisten vergöttere: CEVICHE!

 

Unser Pisco Sour ist fertig!

 

Erstmal Causa essen … 

Doch das Nationalgericht Perus lässt noch ein bisschen auf sich warten. Zwar sitzen wir schon am rechten Fleck, in einer Cevicheria (Fischrestaurant), aber zum Auftakt wird uns erstmal Causa serviert, eine Art Kartoffelkuchen, gefüllt mit Hühnchen, Avocado und einer cremigen Soße. Mit Causa kann man nichts falsch machen, aber Vorsicht, dieses Gericht macht ganz schnell satt!

 

Nebenbei trinken wir Chicha Morada, ein sehr typisches Erfrischungsgetränk, welches aus rotem Mais, Zimt, Nelken, Limettensaft und Zucker zubereitet wird.

 

Causa ist ein peruanischer Kartoffelkuchen

 

CEVICHE, CEVICHE, CEVICHE 

Ein paar Minuten später steht dann endlich ein Teller mit Ceviche vor mir! Vanessa und ich machen Fotos von allen Seiten, zum Glück müssen wir uns keine Sorgen machen, dass sich das Gericht abkühlt, denn Ceviche wird ja schließlich kalt serviert und gegessen ;) Als die Fotos im Kasten sind, lassen wir es uns schmecken … und ja, hier schmeckt das Ceviche richtig gut! 

 

In diesem Artikel findest du mein Ceviche-Rezept.

 

Ceviche ist das Nationalgericht von Peru <3

 

Wahrscheinlich schon kugelrund schlendern wir in aller Seelenruhe zum Hauptplatz von Barranco, wo uns Fiorella „das beste Eis der Stadt“ versprochen hat. Ich habe die Wahl zwischen Sorten, die ich in Deutschland vergebens suchen würde. Meine Aufmerksamkeit bekommt sofort die Sorte mit „Pie de Limón“, meinem Lieblingskuchen aus Peru. Außerdem gibt es die Geschmacksrichtung „Alfajor“, ein Spezialangebot, welches es angeblich nicht immer gibt. Natürlich gibt es noch undenkbar viele Geschmacksrichtungen mit exotischen Früchten, die Peru so zu bieten an, aber meine Entscheidung ist gefallen und Nora ist glücklich :)

 

Das i-Tüpfelchen einer kulinarischen Tour!

 

Mein Fazit: Diese Tour ist ein super leckerer Crash-Kurs in Sachen peruanischer Küche und der perfekte Einstieg in eine Rundreise durch Peru  

 

P.S.: Am Ende hat ja doch alles in meinen Magen gepasst ;)

DER PERU REISEFÜHRER

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

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1 Kommentar
  • Thomas Scheiring

    13. Juni 2018 at 9:09 Antworten

    Hört sich sehr gut an die Tour, da will man sofort wiede rzurück nach Peru :-). Und Fio ist einfach super. Wir hatten Sie als Guide bei Peru Hop und Sie macht einfach einen tollen Job!

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