Warum kein Weg am „Larco Museum“ in Lima vorbei führt:

Zwischen tropischem Garten und erotischer Töpferkunst

Letztes Jahr im Oktober stand endlich der Besuch vom Larco Museum auf dem Plan. Es brauchte tatsächlich einen „zweiten Anlauf“, denn als ich das erste Mal in dieses Museum wollte, habe ich es mit dem „Archäologischen Museum“ in dem Bezirk Pueblo Libre verwechselt. Beide Museen liegen in diesem Stadtteil. Obwohl das Archäologische Museum sehenswert war, bevorzuge ich ganz klar das „Museo Larco“.

 

Wo: Pueblo Libre
Wann: Montag bis Sonntag von 09:00 a.m. bis 10:00 p.m.
Wie viel: 30 Soles
ISIC-Rabatt: 50%

 

Archäologie meets tropischen Garten

Das Larco Museum beeindruckt sofort mit seiner herrlichen Gartenanlage, ein kleines Paradies, in dem man die Hektik dieser gigantischen Millionenstadt für ein paar Stunden vergessen kann. An dem Garten ist auch ein Restaurant angeknüpft. Wir haben dort zwar nicht gegessen, aber es war gut besucht und wird auch bei Tripadvisor gelobt. Wohin das Auge blickt, sieht man tropische Blumen, Kakteen und grüne Rankepflanzen, die einen schönen Kontrast zum Museumsgebäude bilden und sich gut auf Fotos machen. Für das Larco Museum sollte man einiges an Zeit einplanen!

 

Das Farbkonzept ist gut durchdacht …


Viele Details wohin das Auge blickt …


Für alle, die mal wieder ein neues Profilbild für Facebook brauchen: Es lohnt sich :D (Danke Anja für die tolle Aufnahme)

 

Wahre Schätze

Ich habe schon viele Fundstücke der peruanischen Archäologie in anderen Museen gesehen, aber es scheint, als würde das Larco Museum einfach den schönsten Schatz an Keramiken und Schmuckstücken der verschiedenen Kulturen besitzen. Neben den Ausstellungsräumen kann man auch die Lagerräume besichtigen, in denen Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Krüge, Töpfe und Figuren aus Ton zu sehen sind.

 

Noch geht es ruhig zu im Ausstellungssaal …

Chimú, Chavín, Inka … auch nur Menschen

Unglaublich finde ich den Ausdruck der Töpfereien, die Gesichter, die Darstellungen und Grimassen. Auch wenn diese Menschen vor Tausenden von Jahren gelebt haben, so unterscheiden sie sich nicht großartig von uns „modernen Menschen“.

 

Der hier hatte wohl einen schlechten Tag …


Wellness-Treatments waren auch damals schon in Mode ;)


Uff, was glaubst du, was hier vor sich geht?

 

Und jetzt kommt das ALLER-BESTE! 

Halt dich fest. Besonders stimmungsaufhellend ist die Abteilung mit der „erotischen Töpferkunst der Moche-Kultur“. Ja richtig gehört: Fruchtbarkeit und Fortpflanzung spielten bei den alten Kulturen eine besondere religiöse Bedeutung und so kann man sich auf einige lüsterne, teils animalische Töpfereien gefasst machen. Nichts für prüde Gemüter ;)

 

Du glaubst mir noch nicht? Mache dir hier ein Bild:

 

Die zwei haben gerade den Spaß ihres Lebens :D


Dazu fällt mir gerade nichts ein …


Ich sagte ja „animalisch“ :)


Den Zungenkuss gab es damals schon …

 

In den Räumen der erotischen Töpferkunst geht es um einige Dezibel lauter zu. So scherzen bei meinem Besuch ältere Herrschaften aus den USA unüberhörbar laut über die ausgestellte Erotik der Moche-Kultur.

 

Mein Fazit:

Ich finde, für die vielen tollen Fotos und das ausgeschüttete Serotonin lohnt sich das Larco Museum auf alle Fälle. In Pueblo Libre kann man im Anschluss eine Pisco-Brennerei besuchen und Pisco verkosten oder wie wir es gemacht haben, in einem der einheimischen Mittags-Restaurants essen gehen.

 

Buen Provecho!

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1 Kommentar
  • Sascha

    27. April 2017 at 11:42 Antworten

    Hola Nora.
    Kann Dir da nur zu 100% zustimmen!!!
    Auf meiner Südtour durch Peru im Januar, sind wir auch durch Zufall im Larco Museum gelandet, aber das war der Glückstreffer schlechthin!
    Ist von allen Museen definitiv mein Favorit, nicht nur weil hier auch (fast)!alles auf deutsch zu lesen ist :-p sondern auch kein Kameraverbot herrscht.
    Mein Fazit: im hektischen Lima eine RUHEOASE MIT BILDUNGSFAKTOR!
    Wo man auch mit dem Essen und PiscoSour nichts falsch macht.

    <>

    Euer Sascha

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