ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ Kulinarisches Arequipa: In diesen 3 Restaurants wird es herzhaft würzig, exotisch frisch und himmlisch süß

Eine Reise ohne kulinarische Erfahrungen ist wie Badeurlaub ohne Sonne. Gerade Peru ist ein Land, welches man am besten anhand seiner vielfältigen Küche kennen lernt, eine wichtige kulinarische Station lautet: Arequipa. In der weißen Vulkanstadt gibt es so viele erstklassige Restaurants, dass ein oder zwei Tage gar nicht ausreichen, um alles zu probieren. Drei der besten Restaurants, in denen ich eingekehrt bin, möchte ich dir heute vorstellen.

 

3 Restaurants in Arequipa, die du besuchen solltest

 

Restaurant Zig Zag: Die heiße Welt des Vulkansteins

Als ich noch bei lokalen Reiseagenturen arbeitete, schwärmten meine Kunden mehr über ihre kulinarischen Erlebnisse im Restaurant Zig Zag als über die Kondore im Colca Canyon oder die Bootstour auf dem Titicaca See. Kein Wunder also, dass sich das Zig Zag in mein Köpfchen eingebrannt hat und es seitdem ganz oben auf meiner kulinarischen Liste für Arequipa stand. Und diesen Januar war es dann soweit. An einem Freitagabend war ich zu Gast bei den Besitzern Carola Behrends und Michel Hediger, wo ich mich einmal durch die Karte speisen durfte.

 

Das Restaurant Zig Zag befindet sich in der Calle Zela 210 in einem alten Kolonialgebäude, die steinernen Gewölbe und das Ambiente bei Kerzenschein versprühen einen gemütlichen Flair, wie in einem urigen Weinkeller. Absoluter Blickfang und Sympathie-Träger des Restaurants ist die Wendeltreppe vom weltweit bekannten Ingenieur Gustave Eiffel.

 

 

Über dieses Unikat bahne ich mir meinen Weg in den zweiten Stock, wo am Fenster ein Tisch für mich reserviert ist. Der perfekte Platz wie ich finde, denn von hier habe ich einen guten Blick auf den Platz San Francisco.

 

 

Das Zig Zag ist besonders für die Fusion von Alpen- und Andenküche bekannt und ich bin gespannt, wie das schmecken wird. Die Speisekarte legt einen klaren Fokus auf deftige Fleischspeisen, wer möchte, kann hier zartes Alpaka-Fleisch probieren. Mit seinen diversen Zutaten (Garnele, Ziegenkäse, Spargel, Mango, Avocado, Artischocke, …) stellt der würzig-süße Salat „La más sexy del Perú“ den perfekten Auftakt dar.

 

 

Als Aperitif trinke ich einen Pisco Sour und zur Hauptspeise einen einheimischen Rotwein. Als Spezialität des Hauses wird mir eine Auswahl an Fleischsorten (Alpaka, Ente, Lamm) auf heißem Vulkanstein empfohlen. Serviert mit Kräuterbutter und Soßen lasse ich mir das auf den Punkt gebratene Fleisch schmecken.

 

 

Die Süßspeisen auf der Karten klingen ebenfalls einladend, jedoch gibt es später noch einen süßen Crêpe im Restaurant Crepísimo ;)

 

Hinweis: In der Hauptsaison solltest du einen Tisch ein bis zwei Tage im Voraus reservieren.

 

Restaurant El Tío Dario: Fisch, Meeresfrüchte und Picarones

Vielleicht hast du den exotischen Duft schon zwischen den Zeilen meines Blogs gelesen und verstanden: Nora liebt Ceviche. Aber nicht nur Ceviche, auch alle anderen peruanischen Speisen mit Meeresfrüchten. Im Gegensatz zu Cusco liegt Arequipa nur zwei Stunden vom Meer entfernt, weshalb es hier deutlich mehr Fischrestaurants gibt. Darunter das Restaurant El Tío Dario im szenischen Viertel Yanahuara, in dem Gässchen Callejón del Cabildo 100.

 

 

Schon beim Betreten des Restaurants eröffnet sich ein einmaliger Blick auf die Berge und Vulkane der Umgebung. Am besten kommt man zur Mittagszeit her, setzt sich in den liebevoll angelegten Restaurant-Garten und lässt es sich gutgehen. Ich persönlich esse Ceviche am liebsten, wenn es warm ist und die Sonne scheint und was soll ich sagen: Das könnte in Arequipa so ziemlich jeder Tag des Jahres sein!

 

 

Für die Vorspeise kann ich dir „Leche de tigre“ empfehlen, übersetzt heißt das „Tigermilch“. Im Prinzip handelt es sich um Ceviche, allerdings mit viel mehr weißer Soße, die durch das Pürieren von Fisch, Limettensaft und abgestimmten Zutaten entsteht. Für mich ist das einfach DAS Beste! Auch bei der Hauptspeise hatte ich ein glückliches Händchen, das “Tiradito Dario“ sind hauchdünne Scheiben Fisch in einer würzig-pikanten Vinaigrette aus weißem Essig, Knoblauch und Limettensaft.

 

 

Perfekt abrunden kann man sein Essen im El Tío Dario mit knusprig süßen „Picarones“ … einfach himmlisch lecker!

 

 

Restaurant Crepísimo: Crêpes in süßer und salziger Ausführung

Das Crepísimo in der Calle Santa Catalina 208 ist so toll, dass ich gleich zwei mal dort war. Das Restaurant bietet verschiedene Sitzgelegenheiten, entweder ganz gemütlich im Innenbereich oder draußen im kolonialen Hinterhof. Zugegeben, der Crêpe-Trend kommt definitiv nicht aus Peru, aber die Kombination mit peruanischen Speisen kann sich sehen und schmecken lassen. Bei meinem ersten Besuch lachte mich der herzhafte Crêpe mit dem Küchen-Klassiker „Ají de Gallina“ an, eine meiner Lieblings-Speisen aus Peru. Wie das würzige Hühnchengericht wohl in einem Crêpe schmeckt? Die Antwort: Einfach genial. Zum Crêpe trinke ich eine erfrischende Chicha Morada, das ist der unalkoholische Mais-Drink aus Peru.

 

 

Als Naschkatze musste bei meinem zweiten Besuch dann unbedingt ein süßer Crêpe her und wenn süß, dann immer mit Schokolade.

 

 

Ganz egal ob süß oder salzig, das Crepísimo kann ich dir wärmstens empfehlen ;)

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2 Kommentare
  • Stewiontour (Stefan)

    17. September 2018 at 5:35 Antworten

    Hallo Nora. Danke dir vielmals für die Tipps hier. Wir waten heute gleich in 2 deiner genannten Lokalitäten und beides war wie du beschrieben hast grandios.
    Mittags waren wir im Crepisimo und konnten leckere Crepes geniessen umd gerade eben fallen wir pappsatt vom fantastischen Essen aus dem ZigZag ins Bett….

    • Nora

      17. September 2018 at 7:02 Antworten

      Das freut mich zu hören :)

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