ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ Hotel-Review: 48 Stunden in der Colca Lodge bei Arequipa

Man darf sich auf Reisen auch mal was gönnen, oder? So wie ich in den heißen Quellen der traumhaften Colca Lodge bei Arequipa. Definitiv eine meiner Lieblings-Unterkünfte in ganz Peru. Das Touri-Programm würde ich für mindestens einen Tag komplett ausfallen lassen, um einfach nur in den heißen Quellen abzuhängen, am besten mit einem Pisco Sour in der Hand ;) Wie 48 Stunden in der Colca Lodge aussehen können, zeige ich dir in diesem Bericht:

 

 

48 Stunden in der Colca Lodge

 

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Meine Tipps für tolle Unterkünfte in ganz Peru findest du auf dieser Seite.

 

Montag

08:30 Uhr | Mit dem öffentlichen Bus „Transportes Reyna“ fahre ich für nur 13 Soles von Arequipa nach Chivay. Das Busticket habe ich einen Tag im Voraus im Terminal Terrestre gekauft. Die Fahrt entlang des Naturschutzgebiets „Salinas y Aguada Blanca“ ist wie immer beeindruckend und ich sehe sehr viele Vicuñas und Alpakas. Wir überqueren den höchsten Pass (Patapampa auf 4.896 Höhenmeter), doch davon bekomme ich nicht viel mit. Die zweite Hälfte der Fahrt schlafe ich und bin ganz überrascht, als wir dann plötzlich in Chivay ankommen und ich schlaftrunken aus dem Bus stolpere. Vermutlich hat sich mein Körper schon auf zwei entspannte Tage in der Colca Lodge eingestellt ;)

 

Mit Transportes Reyna von Arequipa nach Chivay

 

11:30 Uhr | Nach Ankunft in Chivay braucht es keine Minute und ich sitze schon im Taxi zur Colca Lodge. Normalerweise dauert die Fahrt von Chivay nach Yanque nur 20 Minuten, da aber an einem Straßenabschnitt gebaut wird, fahren wir über das kleine Dorf Corporaque und so dauert die Fahrt etwas länger. Für mich kein Problem, denn der Ausblick auf das malerische Colca-Tal, seine Berge und Terrassen ist ergreifend schön. 

 

12:00 Uhr | Wir erreichen die Colca Lodge (auf 3.250 Höhenmetern) und ich werde sehr freundlich vom Lodge-Personal empfangen.

 

Es kommt mir vor, als würde ich durch eine magische Tür laufen, hinein in eine Welt, in der ich für zwei Tage alles um mich herum vergessen darf.

 

Ich stelle mein Smartphone bewusst auf Flugmodus (Internet gibt es sowieso nur im Bar-Bereich), um meinen Geist nochmal zu erinnern: „Keine Mails, keine Facebook-Nachrichten, kein Whatsapp“. Für eine Reisebloggerin gar nicht so einfach, aber wenn ich den Moment nicht genießen kann, wie soll ich später darüber schreiben? Für meinen zweiten Tag binde ich mir auch keine Ausflüge ans Bein, ich möchte die Colca Lodge in vollen Zügen genießen und Einssein mit der Natur.

 

 

Nach dem Check-In bekomme ich mein Zimmer gezeigt, man erklärt mir noch kurz, was die Colca Lodge alles zu bieten hat und dann werde ich mir selbst überlassen. Quasi ich mit mir, ohne Internet, einfach hier und jetzt und ich und die heißen Quellen und der rauschende Colca Fluss und und und …

 

Eigentlich wollte ich sofort in die heißen Thermalquellen steigen, aber das wolkenweiße Bett übt eine solche Anziehungskraft auf mich aus, dass ich erstmal ein Nickerchen mache. Währenddessen lasse ich meine restlichen Gedanken an die Außenwelt mit dem Rauschen des Colca Flusses davon fließen.

 

 

15:00 Uhr | Es wird Zeit mein Zimmer zu verlassen, ein bisschen das Gelände zu erkunden und mich mit der Hotel-Katze anzufreunden. Dieses liebe Tierchen scheint die Ruhe dieser friedvollen Lodge gerade zu verkörpern, jedenfalls strahlt sie eine unbeschreibliche Ruhe aus.

 

 

Ich verabschiede mich vorerst von der Katze und marschiere hinunter zu den Thermalquellen, um diese erstmal zu begutachten. Es handelt sich um drei Becken mit Temperaturen zwischen 36 und 39 Grad Celsius. Außerdem gibt es noch ein Kälte-Becken. Fantastisch. Ich halte es keine drei Minuten hier aus, im Eilschritt sprinte ich zurück in mein Zimmer, wo ich in den Bikini schlüpfe, mir den schneeweißen Bademantel anziehe, rein in die Sandalen und schnurstracks zurück zu den heißen Quellen laufe.

 

 

17:00 Uhr | Das erste Bad in den heißen Quellen ist ein wahres Geschenk und ich bin unheimlich dankbar, hier sein zu dürfen. Im Geiste stelle ich mich gerade dem Fluss und den Bergen vor, sage ihnen, dass ich jetzt Teil von ihnen bin und sie mich vermutlich zwei Tage Non-Stop sehen werden. Ich teste alle drei Becken, das Mittlere ist etwas zu heiß, also verbringe ich die meiste Zeit im hinteren Becken.

 

 

19:00 Uhr | Baden in heißen Quellen macht unwahrscheinlich hungrig! Also bewege ich mich zum Restaurant-Bereich der Lodge, wo ich es mir kulinarisch gutgehen lasse. Der Salat und eine Art Maracuja-Ceviche verzaubern meine Sinne.

 

 

20:30 Uhr | Am Abend lasse ich es mir nicht nehmen, und gönne mir ein zweites Bad in den heißen Quellen. Die Becken sind 24 Stunden am Tag zugänglich, wovon die anderen Hotelgäste heute anscheinend keinen Gebrauch machen. Umso besser. Ganz alleine blicke ich hinauf zum dunklen Nachthimmel, wo die Sterne wie wild tanzen und dann sehe ich sogar zwei Sternschnuppen!

 

22:00 Uhr | Wunschlos glücklich liege ich auf meinem Bett und es dauert keine fünf Minuten und schon bin ich in einer anderen (Traum)-Welt gelandet.

 

Dienstag

08:30 Uhr | Bei mir startet der Tag heute nicht vor dem Aufstehen. Die meisten Hotelgäste sind schon zu ihren Erkundungstouren aufgebrochen und so herrscht im Frühstückssaal eine angenehme Stille. Das vielfältige Frühstück-Buffet kann sich sehen und schmecken lassen.

 

12:00 Uhr | Neben den heißen Quellen ist die Colca Lodge auch für ihren Luxus-Spa bekannt und das will ich heute testen. Ich habe mich für die „Colca Lodge Massage“ entschieden, eine Mischung aus Ganzkörper-Treatment und einer Rückenmassage, die gezielte Verspannungen lösen soll. Und das kann ich gut gebrauchen. Die viele Arbeit am Computer macht nämlich, dass ich ständig Rückenschmerzen habe. Die Masseurin weiß genau, was sie tut. Innerhalb weniger Minuten drifte ich ab, in eine Welt, in der Rückenschmerzen, Taxi-Hupen, Deadlines, Klingeltöne, Sprachnachrichten und Straßenhundgebell nicht mehr existieren.

 

Eine Stunde später verlasse ich den Spa-Bereich schwebend.

 

15:00 Uhr | Nach einem kleinen Mittags-Snack beschließe ich den Alpakas einen Besuch abzustatten. Direkt bei den heißen Quellen führt eine wackelige Hängebrücke auf die andere Flussseite des Colcas, wo ich einen schönen Blick auf die Colca Lodge habe. Als hätte ich in meinem Leben noch nie ein Alpaka gesehen, freue ich mich über die Bekanntschaft mit den flauschigen Tierchen und knipse ein paar Fotos.

 

 

Mittwoch

08:00 Uhr | Na, nu? Da hat sich wohl jemand letzte Nacht in mein Zimmer geschlichen ;)

 

 

10:00 Uhr | Kein Check-out ohne nicht noch einmal den heißen Quellen, dem Colca-Fluss und den Bergen die Ehre zu erweisen! Mit dem Wetter habe ich im übrigen trotz Regenzeit echt Glück gehabt ;)

 

 

12:00 Uhr | Was soll ich sagen: Auch das schönste Colca Lodge Erlebnis geht einmal vorüber. So mache ich den Check-out, bezahle meine Rechnung, verabschiede mich vom tollen Personal und warte mit einem traurigen (aber auch mit einem äußerst entspannten Auge) auf mein Taxi, welches mich zurück nach Chivay bringt.

 

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2 Kommentare
  • Carsten

    30. März 2018 at 17:24 Antworten

    Hey Nora, kommt man denn morgens von der Colca Lodge irgendwie zum Cruz del Cóndor? Wir haben keinen Mietwagen und daher frage ich mich, ob man die Colca Lodge und die inviduellen Transporte von Colca Lodge zum Cruz del Cóndor und wieder zurück überhaupt individuell gebucht kriegt oder ob man zwangsläufig eine Tour von Arequipa aus buchen muss. Wir würden im Anschluss an den Aufenthalt in der Colca Lodge gerne den 4M Bus von Chivay nach Cusco nehmen, der aber schon morgens um 7 Uhr startet. Auch hier müsste man ja irgendwie am Morgen nach Chivay kommen. Hast du da Erfahrungen?

    • Nora

      1. April 2018 at 18:33 Antworten

      Hola Carsten, ihr könnt Tages-Touren und Transport auch über die Lodge organisieren lassen. Das ist sicher am einfachsten. Saludos aus Cusco, Nora

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