Für Wanderer & Abenteurer: Huaraz und Caraz in Zentralperu

Huaraz, umgeben von ein paar imposanten Bergspitzen, ist eine beliebte Destination für Berg- und Naturfreunde in den Zentralanden Perus. Östlich von Huaraz befindet sich der Nationalpark Huascarán in der Cordillera Blanca. Wer sich für Touren in die Berge entscheidet, entdeckt mitunter herrlich türkisfarbene Seen und die höchsten und schönsten Berge Perus. Zwei Stunden nördlich von Huaraz befindet sich die kleine und deutlich ruhigere „Schwesterstadt“ Caraz – definitiv einen Abstecher wert!

 

Höhe: 3.050 Meter
Region: Ancash
Einwohner: 55.000
Lage: 450 Kilometer nördlich von Lima, 180 Kilometer von Chimbote
Höchste Berg Perus: Huascarán mit 6.768 Meter

 

Ankunft in Huaraz und Orientierung

Huaraz hat man gut und gerne an einem Tag erkundet. In der Stadt selbst gibt es bis auf den Hauptplatz, das archäologische Museum und ein paar Kirchen nicht so viel zu sehen. Die wahren Juwelen liegen in der Natur, außerhalb der Stadt.

 

Hauptplatz von Huaraz

 

Trotzdem bietet sich Huaraz mit seinen vielen Unterkünften, Restaurants und Cafés als guter Ausgangspunkt für Erkundungen in die Umgebung an. Die Auswahl an Unterkünften ist erstaunlich groß und gut. Vom günstigen Hostelbett in Mehrbettzimmern über gemütliche Bed&Breakfast Pensionen und teuren Nobelunterkünften ist alles vorhanden. Meine Unterkunfts-Tipps lauten:

 

The Lazy Dog Inn: Eine familiengeführte Bed&Breakfast Unterkunft 20 Minuten außerhalb von Huaraz. Sehr empfehlenswert für Reisende, die gut und gerne auf das hektische Treiben von Huaraz verzichten können und stattdessen ihren Aufenthalt in einer gemütlichen Ferienhütte mit Kaminfeuer erleben möchten. Hier ein ausführlicher Erfahrungsbericht über das „The Lazy Dog Inn“.

 

 

Zarela: Empfehlenswerte Bed&Breakfast-Unterkunft bei dem Platz Soledad, 5 Minuten vom Hauptplatz entfernt. Ich habe hier zwei ruhige Nächte verbracht und Zarela als Host ist einfach nur Gold wert. Sie hilft bei der Planung von Touren und gibt Tipps für die Weiterreise.

 

 

Monkeywasi: Junges, beliebtes und günstiges Hostel für Backpacker, Wanderer und Bergsteiger. Gäste tauschen sich untereinander mit Tipps rund um ihre Touren aus.

 

Homstay Lennin: Wer in die Kultur Perus eintauchen möchte, kann ich ein Homestay in Huaraz empfehlen. Nancy ist die Besitzerin und kümmert sich rührend um ihre Gäste. Unterstützt wird dieses Angebot von der Kanadierin Diana vom The Lazy Dog Inn. Im Rahmen meines Besuchs habe ich mir das Zuhause von Nancy angesehen. Es liegt 20 Minuten östlich von Huaraz entfernt, du kommst hier mit dem Taxi oder mit dem Combi hin. Kontaktieren und Preise anfragen, kannst du hier: 973896391 (spanisch) / dbmorris@andeanalliance.com (englisch).

 

Nancy und ihre Familie


Einfach, aber gemütlich und herzlich.

 

Besonders gut speisen kann man im:

Luggi’s Pizza: Achtung, nach so einer Bergwanderung ist der Appetit auf Pizza besonders groß!

Café Andino: Tolle Location, gute Musik, Strom, WLAN, ein leckerer Bananenkuchen, Chai und Burrito.

Café Central: Hier lässt es sich in Ruhe frühstücken, Kaffee trinken und arbeiten.

Café California: Falafel und Kaffee waren wunderbar.

 

Was du in Huaraz erleben kannst

 

Tageswanderung zur Laguna 69

Es ist die beliebteste Tageswanderung und sehr gut geeignet, um sich auf ein mehrtägiges Trekking in den Zentralanden vorzubereiten. Unterwegs kommt man auch am Bergsee Llanganuco vorbei. Ich selbst bin 2014 mit einer Freundin zum Bergsee auf 4.600 Metern „hochgelatscht“. Zugegeben, es war anstrengend. Als hätte die Höhe noch eine Rechnung mit mir offen, fiel es mir sehr schwer, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Aber die strahlend schönen Aussichten machten den Kraftaufwand wieder gut. Ungefähr 6 Stunden dauert die Wanderung und man kann in seinem Tempo laufen. Es werden die Täler des Nationalparks Huascarán durchstreift, man sieht den höchsten Berg Perus, den Huascarán, man läuft durch einen „Kobold-Wald“ mit braunen Bäumen, sieht bunte Blumen, Kühe und schimmernde Bergseen. Die Ankunft am tieftürkisen See 69 raubt einem buchstäblich die Sprache. Man muss es selbst gesehen haben. 

 

 

Tagesausflug nach Chavín de Huantar

Wer sich für Archäologie interessiert, ist mit einem Tagesausflug nach Chavín de Huantar, eine der ältesten Kulturen Perus (850 v. Chr. bis 200 v. Chr.), sehr gut beraten. Allein die Fahrt entlang des Sees Querococha ist lohnenswert. Man geht davon aus, dass es sich bei Chavín um ein spirituelles Zentrum gehandelt hat, welches viele kommende Kulturen (u.a. die Inka-Kultur) maßgeblich beeinflusst hat. Die Besichtigung des unterirdischen Tempels mit seinem Monolithen „El Lanzón“, sowie der Besuch des Chavín-Museums sind sehr beeindruckend.

 

 

Tagesausflug zum Gletscher Pastoruri

Pastoruri ist eine der wenigen Gletscher, die es in der tropischen Gegend von Südamerika noch gibt. Die Tagestour dorthin ist sehr beeindruckend, allerdings sollte man gut akklimatisiert sein, da die Wanderung zum Gletscher auf knapp 5.000 Metern beginnt. Während der Tour macht man einen Zwischenstopp, um die heimische Pflanze Puya Raimondi zu bestaunen, die in Peru und Bolivien in Höhen zwischen 3200 und 4800 Metern wächst und bis zu 5 Meter groß werden kann.

 

 

4-tägiges Santa Cruz Trekking

Neben dem Inka-Trail und dem Salkantay Trekking dürfte der Santa Cruz Trek eine der beliebtesten Wanderungen in Peru sein. Kein Wunder, denn unterwegs erlebt man die schönsten Anden-Kordilleren, saftig-grüne Täler und atemberaubende Gletscherseen.

 

Abstecher nach Caraz

Sehr erstaunt war ich bei meinem diesjährigen Besuch über die kleine Bergstadt Caraz, die aufgrund ihrer Höhe (2.250 Meter) gut für die Akklimatisierung ist. Sie befindet sich knapp 2 Stunden nördlich von Huaraz und lässt sich super auf eine Rundreise durch den Norden integrieren.

 

 

Von Huaraz fahren regelmäßig Combis/Colectivos nach Caraz (6 Soles) und das mit Zwischenstopp in Yungay (Ausgangspunkt der Wanderung zur Laguna 69). Von Caraz lässt es sich bequem weiterreisen nach Chimbote und Trujillo. Und wer nach seinem Besuch zurück nach Lima fährt, kann sogar den bequemen Nachtbus Moviltours nehmen, der direkt in Caraz startet.

 

In Caraz habe ich in der Unterkunft „Santa Rosa“ übernachtet. Das war ok, aber ich glaube das Hotel „San Marco“ einer deutschen Reisebekanntschaft soll viel schöner sein. So tolle Unterkünfte wie in Huaraz gibt es in Caraz nicht, bis auf die „Apu Eco-Lodge“, die aber deutlich teurer ist. Dafür lässt es sich in Caraz umso besser speisen. Im „Entre Panes“ gibt es köstliche Mittagsmenüs und internationale Speisen a la carte am Abend. In der Pizzeria „La Rat“ haben wir vorzüglich Pizza gegessen und in dem Café „Don Llomo“ bin ich einem himmlisch leckeren Pie de Limón (Zitronenkuchen) auf die Spur gekommen. 

 

Im Cafe „Entre Panes“


„Ocopa“ – ähnlich wie „Papa a la Huancaina“, nur grün …

 

Super gut gefallen hat mir der Ausflug zur Laguna Parón mit Pony Expeditions. Bitte frag’ mich nicht, warum Alberto seine Reiseagentur so genannt hat (hab vergessen zu fragen), aber der Service und Freundlichkeit war spitze. Wir wurden sehr gut beraten und die Tour, die von Alberto durchgeführt wurde, war sehr unterhaltsam. Die Laguna Parón ist eine der wenigen Bergseen, die sich auch mit dem Fahrzeug erreichen lassen. Und obwohl das so ist, sind wir erstaunlich wenigen Reisenden begegnet. Leider hatten wir bei unserem Besuch nicht so viel Glück mit dem Wetter. Aber so ist das nun einmal auf Reisen.

 

 

In Caraz selbst, kann man den lokalen Markt besuchen oder zu den Inka-Ruinen Tumshukayko hochlaufen, um von dort ein einmaliges Panorama über die schneebedeckte Kordillera zu erblicken.

 

DER PERU-REISEFÜHRER

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

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Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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