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Yumbilla: Route der Wasserfälle bei Cuispes (Nordperu)

Vielleicht habt ihr es schon bemerkt, aber Wasserfälle scheinen mich irgendwie magisch anzuziehen. Und obwohl wir im tropischen Tarapoto schon einige Urwald-Wasserfall-Perlen erkundet haben und wir bald auch in der Gocta Lodge den prachtvollen Gocta Wasserfall bewundern werden, stand auf meiner „Wasserfall-To-Do-Liste“ der vielversprechende Yumbilla Wasserfall bei Cuispes. Woher ich von all diesen Wasserfällen weiß? Weil mir beim Durchscrollen meiner Facebook-Startseite ständig Wasserfall-Bilder von „Perú País de Ensueños“ begegnen und es mir als eine logische Konsequenz erscheint, dort auch hinzuwollen :)

 

Wer möchte nicht, zu einem solchen Paradies?

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Auf & hinauf nach Cuispes

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bastelte also Cuispes – Ausgangsort der Wanderungen zum Yumbilla Wasserfall – in den Reiseverlauf quer durch Nordperu und klingelte zwei Tage vor Anreise in Cuispes bei der Unterkunft „Posada de Cuispes“ durch, um zwei Zimmerchen zu reservieren. Das ging reibungslos und so saßen wir Mitte Oktober auch schon im Combi von Moyobamba nach Pedro Ruiz (eine Stunde nördlich von Chachapoyas).

 

In Pedro Ruiz sind wir dann aus dem Combi heraus gestolpert und haben uns – freundlicherweise durch unseren Combi-Fahrer Luis Jose organisiert – in zwei Mototaxis gesetzt, um uns samt Gepäck die doch nennenswert steile Steinpiste nach Cuispes hochkarren zu lassen. Ich sage bewusst „hochkarren“ weil der Weg echt eine Zumutung für jeden Mototaxi-Reifen ist und man sich quasi im Schneckentempo vorwärts bewegt, aber dafür ergeben sich einem sensationelle Ausblicke auf die grünen Nordanden und Canyons.

 

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Posada de Cuispes

Angekommen in Cuispes sind wir direkt in die gemütliche und landhaustypische La Posada de Cuispes am Hauptplatz eingecheckt. Sie besitzt einen schmucken Garten, in dem sich auch Kolibris und Schmetterlinge wohlfühlen, einige stilvolle Sitzgelegenheiten und detailreiche Schnitzereien. Wir schaukeln ein bisschen in der Hängematte umher und machen uns auf, den winzigen Ort zu erkunden, bis es schließlich aus Gießkannen schüttet. Abendessen wurde auf Bestellung in der Unterkunft zubereitetet und zu unserer Überraschung war das Abendmahl – genauer gesagt Ají de Gallina – nicht nur günstig, sondern auch muy rico (super köstlich).

 

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Man mag denken, in Cuispes sei der Hund begraben, aber nachts kommen die Vierbeiner plötzlich aus ihren Löchern und liefern sich gemeinsam mit den Dorfhähnen einen sagenhaft lauten Dauerkrawall, der es wirklich in sich hat. Stichwort: Ohrstöpsel für empfindliche Öhrchen ;)

 

Wanderung zum Yumbilla Wasserfall

Der nächste Tag begann mittelmäßig früh, um acht Uhr holte uns Mario – unser Yumbilla-Dschungel-Guide – ab. Im Mototaxi legten wir die ersten fünf Kilometer auf einer Piste zurück. Laut Mario soll es euphorische Wanderer geben, die diese Serpentinen-Piste bevorzugt zu Fuß zurücklegen, allerdings gehören wir nicht zu dieser Sorte Wanderer. Und so horten wir stattdessen unsere Kräfte für die rund vierstündige Wandertour durch den Nebelwald. 

 

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Mit Worten kann ich kaum beschreiben, wie sehr ich die Wanderung zum Yumbilla Wasserfall genossen habe. Wo mir in Tarapoto der Schweiß über den Rücken lief, ist das Klima in diesen Wäldern angenehm frisch. Zwar kann es in Cuispes bei Sonnenschein ordentlich heiß werden, aber das Blätterwerk der Bäume schützt vor Hitze. Laut Aussage von Mario, wird sich in der Regenzeit der Wanderweg in eine matschige Rutschpartie verwandeln, in diesem Fall sei man wohl mit Gummistiefeln besser beraten. Die Route läuft sich so dahin, wir kommen an Unterständen vorbei, wo wir einen herrlichen Blick auf die Umgebung genießen, es geht bergauf und bergab und ehe wir den Yumbilla Wasserfall erreichen, kommen wir an weiteren imposanten Wasserfällen vorbei.

 

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Zahlreiche Pflanzen- und Pilzarten, bunte Schmetterlinge sowie Marios Erzählungen von einstigen Chachapoyas-Ruinen und Legenden bereichern unseren Weg. Auch Affen, Tucane und Perus Nationalvogel, der Andenfelsenhahn, sind Bewohner dieser Region und lassen sich häufiger mal blicken. Nach rund drei Kilometern erreichen wir den Yumbilla Wasserfall, perfekt in Szene gesetzt durch Bäume, Büsche und Pflanzen. Verwundert fragte ich Mario, was es mit dem Seil auf sich hat, welches neben dem Wasserfall in die Tiefe reicht. Wie es scheint, wird hier Canyoning betrieben, jene waghalsige Sportart, bei der man sich an Wasserfällen abseilt.

 

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Abenteuer-Pfad

Um zum unteren Wasserfall von Yumbilla zu gelangen, kommen wir bereits auf den Genuss, uns an einer steilen Bergwand abzuseilen. Jetzt heißt es Fassung bewahren, gut festhalten und mit den Füßen an der Bergwand abstoßen, bis wir uns Stück für Stück nach unten manövrieren. Das geht ganz schön in die Arme, hat aber Spaß gemacht. Mit dreckiger Kleidung sollte man auf dieser Wanderung Leben können ;)

 

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Angekommen am unteren Fall Yumbilla werden wir von peitschenden Winden und Wassermassen begrüßt. Wir balancieren uns über nasse Steine, links am Wasserfall vorbei, um in die Höhle, hinter die herabfallenden Wasserwirbel zu gelangen.

 

Nun wandelt das Rauschen seinen Klang, hier ist es plötzlich windstill und wir fühlen die Energie, die von diesem nass-feuchtem Naturwunder ausgeht.

Reiseführer: QUER DURCH PERU

 

NORA TEICHERT & ANNE PRINZ DE SERVÁN

 

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nora

Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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1 Kommentar
  • Karl Pletz

    26. November 2016 at 5:53 Antworten

    sehr gut

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