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Meine Reise im Norden von Peru | Teil 3 – Bergregenwald

Der dritte Teil meines Reiseberichts bringt uns von den Ausläufern der Anden hinein in die Bergregenwälder von Moyobamba und Tarapoto! Orchideen, Kolibris, Schmetterlinge und Wasserfälle – wenn das nicht nach dem absoluten Paradies klingt?

 

Du hast den ersten und zweiten Teil meiner Nordperu Reise noch nicht gelesen? Dann solltest du das hier und hier schleunigst nachholen ;)

 


 

Moyobamba verzaubert

Was für ein Glück, dass ich in der Gocta Lodge drei wirklich nette Señoras aus Iquitos kennen lernen durfte. Sie waren nicht nur unglaublich lustig und temperamentvoll sondern auch extrem hilfsbereit. So haben sie mich direkt in ihr zu Hause nach Iquitos eingeladen, wo sie mir die Stadt zeigen wollen.

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Gemeinsam mit Yolinda, Elinor und Silvana ging es mit dem Sammeltaxi nach Pedro Ruiz. Das ist die Abzweigung, wo sich der Weg in Richtung Westen nach Jaén und in Richtung Osten nach Tarapoto teilt. Wieder einmal passierten wir die Flusslandschaft vom Utcubamba.

In Pedro Ruiz angekommen, suchten wir nach einem Sammeltaxi, dass uns nach Moyobamba bringen würde. Kurzer Hand bot sich uns die Möglichkeit, in einem privaten Taxi nach Moyobamba zu fahren. Das ist eben möglich und gar nicht so teuer, sobald man in einer Gruppe unterwegs ist.

 

Auf der Fahrt genieße ich den Anblick der Berge, denn ab jetzt geht es auf kurvigen Straßen hinunter in Richtung Bergregenwald. Mit offener Scheibe fahren wir an üppigen Regenwäldern vorbei. Ich höre zum ersten Mal die Geräuschkulisse des Urwaldes und bin beeindruckt. Das Klima wird wärmer und so werden Jacke und Pullover langsam überflüssig.


Ankunft in Moyobamba

Bei Ankunft in Moyobamba suchten wir meine Unterkunft. Ich entschied mich für die zentrumsnahe Unterkunft El Porton. Es war definitiv die richtige Entscheidung, denn obwohl sich diese Unterkunft inmitten der quirligen und mit Mototaxi überschwemmten Stadt befindet, besitzt das Hostal einen paradiesischen Garten und zahlreiche Hängematten, die zum Ausruhen einladen. Nachdem es in der Gocta Lodge auch kein Internet gab, kam ich hier endlich auch mal dazu meine E-Mails zu beantworten.

 

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Im Garten meiner Unterkunft begrüßten mich auch ein paar süße Äffchen und ein paar kleine grüne Papageien, die gern auch mal etwas lauter Krach machten. Für meine Kamera interessierten sie sich allemal … :) Die Affenbande dafür weniger …

 

Im Hostel El Porton

 

Moyobamba war kein fester Bestandteil meiner Reise aber da es praktisch auf dem Weg nach Tarapoto lag und ich viel Gutes gehört habe, dachte ich, dass es nicht schaden kann, einen Abstecher zu machen. So entschloss ich die Stadt an einem Tag zu erkunden und wurde mehr als überrascht. Moyobamba liegt nur noch auf 860 Meter Höher am Fluss Rio Mayo in der Provinz San Martin.

 

Ausflug zum Aussichtspunkt San Juan und Hafen Tahuishco 

Am Vormittag erkundete ich Moyobamba zu Fuß und durchstreifte die Stadt bis zum Aussichtspunkt San Juan, wo ich einen tollen Blick über die Umgebung, den Fluss Rio Mayo und den Regenwald hatte. Vom Mirador (Aussichtspunkt) konnte ich die Treppen bis zum Puerto Tahuishco hinablaufen, um die traditionellen Holzboote zu beobachten.

 

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Orchideen Garten und Kolibris

Am Nachmittag besuchte ich den Orchideen Garten von Moyobamba, wo es auch Kolibris zu sehen gibt. Es war nicht gerade die Blütezeit der Orchideen aber ich konnte dennoch einige Exemplare bestaunen und fotografieren. Die Stimmung in dem Park war einmalig. Ruhig und doch voller Leben. Die Führung mit einem örtlichen Guide kostete mich 10 Soles.

 

Im Orchideen Park Moyobamba Orchideen

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Die flinken Kolibris mit der Kamera festzuhalten, war fast unmöglich, so schnell flatterten sie durch die Luft und entfernten sich ganz schnell, wenn man sich ihnen näherte. Dem Zuckerwasser der roten Flaschen konnten sie trotzdem nicht widerstehen und so habe ich es geschafft, zumindest einen Kolibri in die Kamera zu bekommen ;)

 

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Moyobamba ist ein Ort, für den es sich gelohnt hätte, länger zu bleiben. Mein Hostel-Papa hat mich gerade zu überhäuft mit Informations-Broschüren über die Umgebung und Tour-Möglichkeiten. Viele Einheimische kommen nach Moyobamba, um hier ihre Wochenenden zu verbringen. Zu Recht, das Angebot an Ausflügen zu Thermalquellen, Wasserfällen, Lagunen und Nationalparks erscheint grenzenlos.

 

Am liebsten hätte ich noch eine Tour in den Nationalpark Tingana gemacht. Die Fotos, die man mir zeigte, sehen vielversprechend aus. Dort kann man Bootstouren machen und zahlreiche Wildtiere beobachten. Mehr Infos zu Tingana hier.

 

Viel zu schnell bin ich nach Tarapoto aufgebrochen, doch da hatte ich ja schon eine Reservierung für eine Lodge. Nach Tarapoto habe ich ganz unkompliziert ein Sammeltaxi für wenige Soles genommen, welche alle 10 Minuten vom Bus-Terminal in Moyobamba abfahren.

 

In der grünen Lunge von Tarapoto

Nachdem die Sonne in Moyobamba Protagonistin war, verzog sie sich auf der Fahrt nach Tarapoto hinter grauen Wolken, wo sie für die nächsten Tage auch blieb. In Tarapoto erwartete mich ein typisches Regenwald-Wetter aus regelmäßigen Regenfällen und feucht-heißen Temperaturen. Der Regen ist da einfach nur ein Geschenk vom Himmel :)

 

Die erste Nacht verbrachte ich in der Unterkunft La Patarashca in Tarapoto. Ich weiß nicht, ob es an mir, an dem Tag oder an der Unterkunft lag aber ich war überhaupt nicht begeistert von dem Hostal, das bei Tripadvisor noch so gut aussah. Absoluter Fehlgriff. Es war laut, unaufgeräumt und extrem stickig in den Zimmern. Gut, dass ich hier nur eine Nacht war und es am nächsten Tag zur Puma Rinri Lodge ging, von der ich euch im nächsten Artikel berichten werde.

 

Die Puma Rinri Lodge, die sich 40 Minuten außerhalb von Tarapoto befindet, war einfach nur ein Traum. Für alle, die eine Urwald-Lodge mit Erholungs-Faktor und Exkursions-Möglichkeiten suchen, ist die Puma Rinri Lodge vielleicht genau das Richtige! Hier erfährst du mehr!

 

Nach Rückkehr von meinem Aufenthalt in der Lodge, habe ich eine weitere Nacht in Tarapoto verbracht. Diesmal suchte ich nach einer Herberge, die sich etwas außerhalb der Stadt befindet und so wurde ich bei der Huingos Lodge fündig. Rustikale und gemütliche Unterkünfte mit einem riesigen Garten und Hängematten.

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Von der Huingos Lodge führt der Weg zum Regenwaldgebiet der Cordillera Escalera und dem Rio Shilcayo, in dem sich einige spektakuläre Wasserfälle und Lagunen befinden. In einer ziemlich anstrengenden und schweißtreibenden Tageswanderung ging es entlang des Flusses Shilcayo, bergauf- und hinab durch den Bergregenwälder von Tarapoto. Ganz schön beängstigend der tiefe und unberechenbare Dschungel. Doch zum Glück bin ich hier nicht allein unterwegs. Gemeinsam mit vier Spaniern und einem örtlichen Guide des Schutzgebietes begebe ich mich auf diese Tageswanderung. Auf rutschigen Steinen überqueren wir mehrmals den sprudelnden Fluss und klettern teils steile Passagen die erdigen Berge hinauf.

 

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Mitten im Urwald sind Wegesteile mit violetten Blüten bedeckt. Ein herrlicher Kontrast zu dem saftigen Grün der Pflanzen. Für mich, sind das Abschnitte auf Reisen, die mir zeigen, dass ich hier richtig bin.

 

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Es ist feucht-heiß und der Weg nimmt zunächst kein Ende. Irgendwann kommen wir an einem Holzhaus vorbei. Man erzählte uns, dass erst vor wenigen Tagen eine Touristin von einem Affen angegriffen wurde. Leider wieder einmal das Verschulden des Menschen, denn diese Affen wurden bewusst durch ein paar Guides gelockt, um sie ihnen den Touristen vorzuführen. Das nehmen wir uns zu Herzen und versuchten möglichst leise zu sein und die Tierwelt besser zu respektieren.

 

Wasserfall Tamashal und Vestido de la Novia

Irgendwann kamen wir dann am ersten Wasserfall Tamushal an. Nur fünf Minuten steil bergauf befand sich der zweite Wasserfall „Vestido de la Novia“ (auf deutsch: Brautkleid). Bevor wir die Wasserfälle sehen konnte, erahnten wir sie schon anhand des lautstarken Wasserrauschens. Einfach nur beeindruckend, wie sich in dieser verschlungenen Landschaft so ein herrliches Paradies offenbart.

 

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Viel Zeit blieb uns nicht, denn die Spanier mussten am Nachmittag ihren Rückflug nach Lima erreichen. Ohne auch nur ein Erfrischungsbad genommen zu haben, kehrten wir nach einer halben Stunde um. Allein ist es zu gefährlich durch den Regenwald zu laufen, meinte mein Guide zu mir. Es sei schon zu viel passiert. Doch zum Glück brachen wir rechtzeitig auf, denn nach nur 20 Minuten Fußmarsch fing es an, wie aus Kübeln zu regnen. Das Regenwasser prasselte nur so auf uns hinab. Wir wurden alle klitschnass und hatten am Ende doch noch unsere Abkühlung ;)

 

Hier ein paar weitere fotografische Eindrücke von der Tour.

 


Im nächsten und letzten Teil meiner Artikel-Serie geht es um meine Reise in den tiefen Regenwald von Iquitos und Loreto. Eine Reise dessen Gegensätze ich so schnell nicht vergessen werde.

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nora

Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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