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Dein kulinarischer Wegweiser für Peru – Die besten peruanischen Speisen & Getränke

In meinem Artikel „8 gute Gründe, warum die peruanische Küche die Welt erobern wird“ habe ich dir bereits erklärt, warum die peruanische Küche in den nächsten Jahren die Welt erobern wird. Ich jedenfalls, bin fest überzeugt davon ;)

In diesem Artikel möchte ich dir die peruanische Küche genauer vorstellen und zeigen, was du dir während deiner Reise durch Peru auf gar keinen Fall entgehen lassen darfst.


Was macht die peruanische Küche so besonders?

 

Ich denke es ist der „Schatz“ an qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Peru besitzt eine der vielfältigsten Klima- und Landschaftszonen, die den Anbau unterschiedlichster Produkte ermöglicht. Dazu gehören erstklassige Fisch- und Meeresfrüchte aus den Küstengewässern des Pazifiks, Getreide-, Mais- und Kartoffelsorten aus dem Hochland, sowie unzählige Tropenfrüchte aus dem Amazonastiefland und dem Nebelwald. Selbst der Reis stammt aus dem Norden oder den Küstenoasen des Landes.

 

Auf den Tellern landet vor allem eine ordentliche Portion Geschichte, denn die peruanische Küche wurde von zahlreichen Kulturen und gesellschaftlichen Einflüssen geprägt. Ein Mix aus spanische, afrikanische, chinesische, japanische, italienische und nicht zuletzt inkaische Komponenten bestimmt die Originalität der Gerichte. Außerdem gibt es immer mehr Produkte die in andere Länder exportiert werden und heiß begehrt sind. Ein gutes Beispiel dafür ist Quinoa.

 

Dein kulinarischer Wegweiser für Peru

Ceviche ist ein Fischgericht von der Küste und das Nationalgericht von Peru. Dabei handelt es sich um rohen Fisch, der in Limettensaft „gekocht“ wird. Es schmeckt sauer, leicht scharf und würzig und wird kalt serviert. Dazu gibt es meist eine Süßkartoffel („camote„) und Mais. Als kleiner Umtrunk wird die sogenannte „leche de tigre“ (Tigermilch) getrunken, in die man ein paar getrocknete Maiskörner eintauchen kann. Ceviche gehört zu jeder Peru Reise dazu und wenn du die Möglichkeit hast, dann genieße das Gericht in peruanischer Gesellschaft! Hier noch das Rezept.

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Chicharron de Pescado ist eine gute Alternative, wenn dir roher Fisch nicht zusagt. In Cevicherias findest du es neben Ceviche immer auf der Speisekarte. Hierbei handelt es sich um frittierten Fisch, der zusammen mit cremigen Soßen und gebratenen Yucas (eine Art Wurzel-Kartoffel aus dem Dschungel) gereicht wird. Auch super lecker!

 

Lomo Saltado ist der Klassiker unter den peruanischen Gerichten, mit dem du einfach nie falsch liegst (vorausgesetzt du isst Fleisch). Hierbei handelt es sich um Rindergeschnetzeltes mit gebratenen Tomaten und Zwiebeln. Gereicht wird das Ganze in einer leichten Bratensoße mit Reis und frittierten Kartoffelscheiben.

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Aji de Gallina ist ein sehr leckeres und pikantes Gericht aus Hühnchengeschnetzeltes in einer würzigen gelben Soße. Diese Soße besteht aus Aji, Erdnüssen, Käse, Trocken-Kekse und etwas Milch. Dazu gibt es Reis, Kartoffeln, Ei und eine Olive. (So nebenbei: Wundere dich nicht, in Peru isst man Kartoffeln und Reis zusammen.)

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Causa ist etwas für Kartoffel-Fans. Dieses Gericht besteht aus gestampften Kartoffel, einer Creme und Hühnchenfleisch oder Thunfisch. Dazu ebenfalls ein Ei und eine Olive.

 

Rocotto Relleno ist das perfekte Gericht, wenn du es scharf magst (in den touristischen Restaurants wird es nicht sehr scharf serviert). Eine Art scharfe Paprika wird mit Hackfleisch und Gemüse gefüllt und entweder überbacken oder in einer Teighülle frittiert. Dazu gibt es oftmals Anticucho und Kartoffeln.

 

Anticuchos sind gegrillte und aufgespießte Rinder- oder Hühnerherzen (oftmals auch mit normalem Rindfleisch oder Hühnchen), die mit einer Kartoffel und einer scharf-würzigen Soße serviert werden. Anticuchos gibt es an Straßenständen, wenn du jedoch einen empfindlichen Magen hast, dann isst du den herzhaften Snack lieber in richtigen Restaurants.

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Alpaka-Steak ist, wie der Name schon sagt, ein Steak aus Alpaka-Fleisch. Es gilt als Delikatesse und ist demnach etwas schwierig aufzufinden, da die Restaurants nicht immer Alpakafleisch da haben. Es ist aber sehr zu empfehlen. Sehr zartes Fleisch und fast ohne Fett. Passt perfekt zu Kartoffelpüree und Pilzen.

 

Papa a la Huancaina wird meist als Vorspeise gereicht, macht aber sehr satt und kann bestenfalls geteilt werden. Hierbei handelt es sich um Kartoffeln, die mit einer cremigen Soße aus Aji gereicht werden. Dazu ein Ei und Olive.

 

Cuy ist das berühmte Meerschwein und darf natürlich nicht fehlen. Cuy wird von den Peruanern meist nur an Feiertagen oder Geburtstagen gegessen. In den meisten touristischen Restaurants kannst du Cuy aber bestellen. Entweder „al horno“ (aus dem Ofen) oder „a la brassa“ (vom Spieß).

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Trucha ist ein Fischgericht mit Forelle. Dieses probierst du am besten am Titicacasee, denn die Forellen werden dort frisch geangelt. Aber auch in anderen Andenstädten findest du das leichte Fischgericht, welches mit Reis und frittierten Kartoffeln gereicht wird.

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Pachamanca ist die Zubereitung von verschiedenen Fleischsorten und Kartoffeln in einem erhitzten Erdofen aus Steinen, Erde und Stroh. Das Essen wird meist in Maisblätter eingewickelt. Eine Pachamanca wird zu besonderen Anlässen zubereitet, da der Aufwand dafür sehr groß ist. Ich habe 2011 eine Pachamanca miterlebt und kann dieses kulinarische Erlebnis jedem empfehlen. Das Essen liegt allerdings sehr schwer im Magen…

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Salteñas sind mit Gemüse und Fleisch gefüllte Teigtaschen und stammen eigentlich aus Bolivien. Da sie aber extrem lecker schmecken und gut für den kleinen Hunger zwischendurch sind, habe ich sie mal in die Liste aufgenommen. Das besondere ist die leckere Bratensoße. Man sagt, wer es schafft eine Salteña ohne zu Kleckern zu essen, der ist ein guter Küsser ;)

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Choclo con queso ist ein gekochter Maiskolben mit einem Stück Käse, der an Straßenständen verkauft wird. Sehr gut als Snack für Zwischendurch und auch unbedenklich für den Magen.

 

Tequeños sind frittierte Teigtaschen, die mit Käse gefüllt sind. Dazu isst man Guacamole, einer Creme aus Avocado („palta„) und Tomaten.

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Peruanische Getränke

 

Mate de Coca ist der traditionelle Koka-Tee, welcher in allen Unterkünften gratis gereicht wird. Dieser Tee verfolgt dich sicher auch auf allen Touren und in den Restaurants. Nie verkehrt aber ich persönlich bevorzuge:

 

Mate de Muña!!! Hierbei handelt es sich um eine Andenminze, die nur in den Höhen von über 3.000 Meter wächst, wunderbar riecht und sehr aromatisch schmeckt! Unbedingt danach fragen, wenn es nicht auf der Karte steht.

 

Pisco Sour ist das peruanische Nationalgetränk, welches du in allen Restaurants und Kneipen findest. Es ist ein Cocktail aus Pisco-Schnaps, Limettensaft, einem aufgeschlagenem weißen Ei und einem Tropfen Bitterlikör. Ein „Must-Drink“ für alle Reisenden in Peru!

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(c) fotolia.com

 

Chilcano ist ebenfalls ein Cocktail aus Pisco-Schnaps, Limettensaft und Ginger Ale.

 

Cusqueña ist ein sehr leckeres und mildes Bier, welches in Cusco hergestellt wird. Auf der Flasche befindet sich eine eingravierte Inka-Mauer, 100% peruanisch eben!

 

Inka Cola ist der ganze Stolz der Peruaner und wird sogar der weltlichen Coca Cola vorgezogen. Dieses süße Sprudelwasser schmeckt ein wenig nach fruchtigem Kaugummi. Ist gewöhnungsbedürftig aber irgendwann schmeckt es ☺

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Kleiner Tipp: Die Peruaner lieben Inka Cola besonders zu gegrilltem Hühnchen und Pommes in sogenannten „Pollerias„!

 

Chicha Morada wird aus rotem Mais gemacht. Dazu wird der dunkelrote Maiskolben mit Limettensaft, Nelken, Zimt und Zucker gekocht und es entsteht der tiefrote Saft. Dieser wird dann kalt getrunken und schmeckt super erfrischend. Gibt es in jedem Restaurant und auch auf der Straße.

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Chicha ist das bekannteste Getränk aus Zeiten der Inka ist das Mais-Bier, welches eine sehr lange Braukunst hat. Hierbei handelt es sich um die alkoholische Variante von Chicha Morada.

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nora

Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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2 Kommentare
  • Petra

    29. Juni 2015 at 21:00 Antworten

    Toller Beitrag, Nora!
    Er weckt so viele tolle Peru Erinnerungen und Geschmäcker :) Ich liebe besonders Ceviche, Trucha, Alpkasteak :)
    Zu Cuy habe ich eine lustige Geschichte: wir waren in einem Lokal und ich hatte keine Idee, was ich essen wollte. Der Kellner empfahl mir Picante de Cuy, sprach allerdings sehr undeutlich. Ich stimmte zu und war der Meinung, dass ich irgendetwas „picantes“ mit „curry“ bestellt hatte. Ich war etwas erschrocken, als dann ein Meerschweinchen auf auf meinem Teller lag :) Es schmeckt gut – ist allerdings nicht zu empfehlen, wenn jemand hungrig ist, wenn die Chance besteht, beim vollen Teller zu verhungern, weil so mühsam zu essen :)
    Dein Ceviche Rezept werde ich ausprobieren – ich bin gespannt :)
    Liebe Grüße
    Petra

    • Nora

      30. Juni 2015 at 10:57 Antworten

      Hallo Petra,

      schön, dass es doch noch geklappt hat mit deinem Kommentar.
      Ich habe diese Captcha-Funktion jetzt ausgestellt. Besser so! :)

      Hahaha lustig was du schreibst! Du hast wirklich recht, an so einem Cuy ist wirklich nicht viel Fleisch dran.

      So ähnlich ist es mir in meiner ersten Zeit in Peru auch ergangen. Ich habe damals 2011 ein Praktikum gemacht und bin mit meinen Kolleginnen jeden Tag in ein einheimisches Restaurant gegangen. Meine Mitarbeiterin Maria wollte immer Scherze mit mir machen und hat mir nie verraten, wenn sich im Essen Hühnerfüße oder Innereien befanden. Ich fand das weniger lustig aber Maria ist so stolz auf ihre peruanische Küche, sie wollte einfach, dass ich alles probiere :)

      Wann bist du wieder in Peru?

      Saludos
      Nora

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