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Noras 10 Foto-Tipps für Peru – Wie du bessere Fotos machst!

Ich bin ein visueller Mensch. Wenn ich eine Sprache lerne, dann kann ich mir eine Vokabel erst dann merken, wenn ich sie schwarz auf weiß sehe. Ich kaufe Dinge, weil mir das Design gefällt. Ich liebe die Fotografie.

 

Vielleicht liebe ich Peru auch deswegen weil mein visueller Verstand ausreichend gefüttert wird. Peru ist bunt, vielfältig und es gibt immer eine Geschichte, die man mit Fotos beschreiben kann. 

 


 

Fast jeder tut es auf Reisen.

 

Fotografieren.

 

Für den ein oder anderen ist es sogar das Hauptmotiv einer Reise.

 

Fotos helfen unsere Reiseerfahrungen zu kommunizieren. Sie inspirieren andere Menschen und sie lassen uns in Nostalgie verfallen, wenn wir dem tristen Alltag mal wieder entfliehen möchten.

 

Unsere Reisezeit ist endlich. Leider. Aber unsere Reisefotos haben wir für die Ewigkeit. Grund genug, dafür zu sorgen, dass sie auch gelingen und einmalig schön werden.

 

In diesem Artikel gebe ich dir 10 Foto-Tipps, die dir helfen sollen, das beste aus deinen Peru-Fotos heraus zu holen!

 

Foto-Tipp Nummer 1: Kamera-Technik wählen, die zu dir passt

Natürlich machen Spiegelreflexkameras immer noch die besten Fotos aber wenn du keine Lust hast, dich mit einer abzuschleppen und auch nicht weißt, wie du damit umgehen sollst, dann ist es besser du fotografierst mit einer kleineren Kamera oder deinem Smartphone. Noch unsicher? Hier ein paar Denkanstöße für deine Entscheidung.

 

Die Vorteile einer kleinen Kamera liegen klar auf der Hand, denn kleinere Kameras sind leichter, gerade auf Wanderungen und sie sind wesentlich unauffälliger. Vor allem wenn du Alltagsaufnahmen mit Menschen machst, bist du hier im Vorteil. Für mich spielt die Technik auch bei einer professionellen Kamera-Technik eine untergeordnete Rolle. Meine Philosophie lautet: Nicht die beste Technik am Markt macht die weltbesten Fotos, sondern die weltbesten Fotografen machen die weltbesten Fotos :) Und die haben vor allem eins – den richtigen Blick und Gespür für Ästhetik, Form und Farben.

 

Für mich ist gute Bildqualität, Weitwinkel und Lichtstärke dennoch wichtig, weswegen ich mit einer Canon EOS 1100D und dem Sigma Zoom 18 – 250 mm fotografiere. Ansonsten lässt mich technischer Schnick-Schnack kalt und ich habe Glück, denn diese Kamera mit Reiseobjektiv macht seit Jahren gnadenlos schöne Fotos, praktisch alles was du bei Info-Peru zu sehen bekommst!

 

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Foto-Tipp Nummer 2: Vorbereitung ist die halbe Miete

Wenn du dir gerade erst eine neue Kamera-Technik angeschafft hast, dann solltest du im Vorfeld lernen, damit richtig umzugehen. Ein bis zwei Fotoausflüge in die Umgebung bei verschiedenen Witterungsverhältnissen helfen, dich auf deine Reise vorzubereiten. Denn nichts ist ärgerlicher, als unscharfe, zu dunkle oder nicht vorhandene Urlaubsfotos, weil du nicht wusstest, wie du mit deiner Kamera umgehen sollst.

 

Mein Tipp: Lerne mit einem Online Foto-Kurs die Grundlagen der Fotografie und bereite dich auf deine Reise vor. Sebastian und Jenny vom Fotografie-Blog 22Places haben einen Online Foto-Kurs erstellt, der es in sich hat. Ich habe ihn für dich getestet und war begeistert. Es lohnt sich absolut in deine Foto-Skills zu investieren!

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Foto-Tipp Nummer 3: Die besten Foto-Spots ausfindig machen

Im Vorfeld deiner Reise kannst du dich schon einmal informieren, wo sich die besten Foto-Spots befinden und wie du da überhaupt hinkommst. Am besten ist es immer, wenn du Touren auf eigene Faust oder mit einem privaten Guide machst. So hast du alle Zeit der Welt deine Foto-Ideen (auch lustige Gruppen-Fotos) umzusetzen. Schaue dir meine Fotos an. Wenn du mal wissen möchtest, wo ich ein Foto gemacht habe, dann schreib mir einfach. Oder schaue bei einem anderen Reiseblog vorbei.

 

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Foto-Tipp Nummer 4: Lasse dich nicht mit Kartoffeln bewerfen

Tu dir und allen anderen in Peru den Gefallen und respektiere lokale Bräuche und überhaupt die Menschenrechte vor Ort. Natürlich gehören Menschenaufnahmen mit zur Reisefotografie, sonst sähen unsere Bilder sehr ausgestorben aus. Nicht immer ist es nötig, nach Erlaubnis zu fragen, aber wenn du eine Person direkt fotografierst, dann solltest du höflich fragen, ob du ein Foto machen darfst. Im schlimmsten Fall kassierst du ein Nein und im besten Falle wirst du nicht mit Kartoffeln beworfen, wie es schon einmal einem Haufen fotografierender Touristen passiert ist ;)

 

Einige Menschen glauben, dass die Seele ihrer Produkte und die eigene Seele gestohlen werden, wenn man sie fotografiert. Daher gilt, bei direkten Fotos lieber fragen. In touristischen Zentren kannst du auch gleich ein paar peruanische Soles bereit halten, denn nicht wenige Peruaner fordern Geld dafür, dass du sie fotografierst.

 

Ich persönlich liebe Aufnahmen, aus dem echten Leben, es sind Bilder, die Geschichten erzählen. Es ist aber ein Balanceakt, denn wenn ein schöner Moment durch das Zücken einer Kamera zerstört wird, dann ist nicht nur die Stimmung, sondern auch die Aufnahme dahin.

 

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Foto-Tipp Nummer 5: Informiere dich über Feste und Events in Peru

In Peru steppt eigentlich ganzjährig der Bär bzw. das Lama. Es gibt so viele farbenfrohe Feste, Umzüge, Prozessionen, Tänze und Shows, da wird deine Speicherkarte gar nicht ausreichen. Dennoch macht es Sinn sich vorher zu informieren, wo und wann bestimmte Feste stattfinden und gegebenenfalls den Reiseverlauf daran ausrichten.

 

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Foto-Tipp Nummer 6: Mache Fotos aus der Froschperspektive

Du brauchst nichts sagen – ich weiß. Ich mache mich auch regelmäßig lustig über Fotografen die sich zum Fotografieren auf den Boden schmeißen. Dennoch, das garantiert dir Gewinner-Fotos.

 

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Foto-Tipp Nummer 7: Freue dich über Regen, Schatten und den Sonnenschein in der Ferne

Ich verstehe überhaupt nicht, was so viele Fotografen gegen schlechtes Wetter haben. Ich könnte mir kein besseres Wetter zum Fotografieren vorstellen. Erstmal, blauer Himmel ist todlangweilig. Zu viel Sonnenschein schadet den Bildern, denn oft bohren sich tiefe helle Löcher in die Fotos, die du mit keinem Bild-Bearbeitungsprogramm dieser Welt verschwinden lassen kannst. Zu starke Kontraste sind oft unvorteilhaft. Bei trübem Wetter solltest du dich besonders auf Farben in deinen Aufnahmen konzentrieren. Diese wirken nach Regenfällen besonders brillant.

 

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Mit einem Bild-Bearbeitungsprogramm wie Photoshop oder dem Online Fotoprogramm von Picmonkey.de kannst du später noch richtig viel rausholen. Du wirst begeistert sein. Besonders günstig sind Momente, in denen du selbst im Schatten stehst und in der Ferne die Landschafts-Kulisse in Licht erstrahlt.

 

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Foto-Tipp Nummer 8: Was dein Kunstlehrer mit „Goldener Schnitt“ meinte

Wähle den richtigen Bildausschnitt und bedenke vor allem, was dir einmal dein Kunstlehrer beigebracht hat. Beachte immer den Goldenen Schnitt – das wirkt auf das menschliche Auge ästhetisch. Natürlich musst du nicht jedes Foto penibel planen und ausmessen aber es lohnt sich darauf zu achten. Mit der Zeit ist der Goldene Schnitt dein bester Freund und du kannst gar nicht mehr ohne ihn. Die meisten Spiegelreflexkameras bieten dir im Sucher kleine Punkte, daran kannst du dich orientieren.

 

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Foto-Tipp Nummer 9: Steh früh auf und nutze den späten Nachmittag zum Fotografieren

Es ist überall gleich. Die besten Fotos machst du am frühen Morgen, wenn sich das sanfte Licht durch den kühlen Morgennebel gräbt und am späten Nachmittag, wenn alles im warmen Sonnenlicht erstrahlt. Da sich ganzjährig die Tag- und Nachtzeiten in Peru nicht wirklich ändern, kannst du dir merken:
In der Früh von 06:00 – 09:00 Uhr und nachmittags von 15:00 – 18:00 Uhr fotografieren. Dazwischen planst du am besten Museen und Shopping-Touren ein.

 

Dieses Foto habe ich gegen 16:30 Uhr gemacht. Toller Moment und definitiv die besten Uhrzeit!

 

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Foto-Tipp Nummer 10: Fotografiere in AV

Wenn du eine Spiegelreflex hast, dann lohnt es sich die AV-Funktion zu testen. Ich fotografiere sehr viel in AV. Hier kannst du schön mit Unschärfe und Schärfe spielen, was sich besonders gut bei Menschenaufnahmen macht. Der Blendenwert bestimmt, wie viel Licht in die Kamera strömt. Die Verschlusszeit stellt die Kamera dazu automatisch ein und so liegst du nie falsch mit zu hellen oder zu dunklen Bildern.

 

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Ich muss dazu sagen, ich bin kein Technik-Freak. Mit Zahlen und Technik-Bla-Bla kannst du mich über die Anden jagen ;) Mit tausenden Experimenten und Fehlversuchen haben sich aber dennoch ein paar Foto-Weisheiten gebildet und dazu gehört eben AV!

 

Wenn ich mein Motiv vor Augen habe, dann überlege ich mir:
Möchte ich das Objekt extrem herausstellen und den Hintergrund (Vordergrund) verschwimmen lassen, wie bei einem Menschenportrait oder der Aufnahme einer Pflanze? Oder möchte ich eine Landschaft fotografieren und möglichst alle Ebenen im Bild sollen scharf sein?

 

Demnach stelle ich den Blendenwert f ein. Desto näher ein Objekt vor meiner Linse ist und ich den Hintergrund unscharf haben möchte, dann stelle ich den Blendenwert möglichst gering ein. Bei besonders lichtstarken Objektiven eignet sich eine Blende zwischen f/1.8 – f/5.6 einzustellen.

 

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Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen kannst du hier noch richtig gute Fotos machen, denn eine geringe Blende lässt viel Licht in die Kamera.

 

Bei einer Landschaftsaufnahme fotografiere ich mit einem sehr hohen Blendenwert, denn ich möchte, dass alle Bereiche im Bild scharf sind. Hier bietet sich dann ein Stativ an. Ich selbst bin nie mit Stativ unterwegs, da ich möglichst flexibel sein möchte und mich ein Stativ nur daran hindert. Aber Fotografen die sich vor allem Landschaften widmen, profitieren von einem Stativ. Der Blendenwert kann hoch eingestellt werden mit einer hohen Verschlusszeit, durch den Stand auf dem Stativ kann das Foto nicht verwackeln.

 

Noch ein Tipp, wenn du gezwungen bist, Fotos aus einem Bus heraus zu machen, dann stelle die Blende immer möglichst klein ein. Natürlich wirst du aus dem Bus niemals richtig gute Fotos machen aber um das Beste herauszuholen, fotografiere mit Blende f/5,6 denn dadurch wird nicht die dreckige Scheibe scharf gestellt.

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nora

Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

Was glaubst du, wie sehr dich eine Reise nach Peru inspirieren kann?

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2 Kommentare
  • Tamara

    21. Juli 2015 at 9:28 Antworten

    Hey Nora, darf ich dich fragen, wie du deine Fotos während der Reise sicherst? Ich werde mein Mac Book zu Hause lassen und nur mein iPad mitnehmen. Gibt es auch ohne Notebook eine Möglichkeit, Fotos zu sichern (evtl. auf einer externen Festplatte), damit nicht alles weg wäre wenn die Kamera oder die SD Karten mal wegkommen sollten?

    • Nora

      21. Juli 2015 at 14:13 Antworten

      Hallöchen Tamara,

      mit was genau fotografierst du denn?
      Die neusten Kameras haben bereits die Funktion, Fotos an die Dropbox zu senden.
      Ansonsten würde ich dir empfehlen, deine Fotos auf dein iPad oder eine externe Festplatte zu spielen.
      Es gibt in allen Städten Internet-Cafes wo du das machen kannst aber genauso gut in deinen Unterkünften.
      Das beste ist immer, wenn man die Fotos auf der Kamera, einer externen Festplatte (ggf. USB-Stick) und im Online-Speicher hat, dann kann wirklich nichts passieren!
      Die Zeit sollte man sich am Abend immer nehmen, denn eine Kamera kann ja leider schnell mal abhanden kommen.
      Lg

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