Die Millionen-Metropole Lima

Wer nach Peru reist, der kommt um Lima nicht herum.

Logisch, denn alle internationalen Flüge landen und starten in der Millionen-Metropole Lima. Die Stadt hat nicht gerade den besten Ruf und der hartnäckige Küstennebel in den Wintermonaten macht den Eindruck erst einmal auch nicht viel besser. Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Städten wie Buenos Aires und Rio de Janeiro suchen Reisende oft vergebens nach guten Gründen die peruanische Hauptstadt zu erkunden. Dabei hat Lima seinen Gästen einiges zu bieten und wer Peru als Ganzes verstehen möchte, der muss natürlich auch Lima gesehen haben.

 

Ankunft in der Hauptstadt von Peru

Wer sich für einen Aufenthalt in Lima entscheidet, den verschlägt es höchstwahrscheinlich in die Stadtviertel Miraflores, Barranco oder San Isidro. Hier befinden sich die meisten Unterkünfte, Restaurants und eine breit gefächerte touristische Infrastruktur. Vom Flughafen braucht man ca. 45 Minuten mit dem Taxi (Kosten ca. 50 Soles). Die Verkehrssituation in Lima ist katastrophal einzustufen und so können es im Feierabendverkehr auch einmal 90 Minuten bis zum Hotel sein.

 

Der Malecon von Lima

Das Schöne an den drei Bezirken ist, dass sie sehr nah am sogenannten „Malecon„, der Flaniermeile oberhalb der Steilküsten, liegen und sehr sichere Bezirke sind. Von hier aus hat man einen großartigen Blick über den pazifischen Ozean und die Skyline von Lima. Kleiner Tipp: Am Malecon werden Fahrräder für Tagestouren oder pro Stunde vermietet. Warum also den Küstenstreifen nicht per Fahrrad erkunden? Der Malecon führt am berühmten „Parque del amor“ entlang und am noblem Einkaufszentrum „Larcomar“ in Miraflores. Von dort aus sind es noch mal 30 Minuten bis zum Künsterlviertel Barranco.

 

Blick vom Malecon auf die Steilküste

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Für ganz abenteuerliche Leute – wie wäre es mit Paragliding? Diese Touren starten ebenfalls am Malecon und ermöglichen atemberaubende Ausblicke über die Klippen, den Ozean und die ganze Stadt Lima. Touren sind in der Regel kurzfristig und täglich buchbar. Der Flug dauert 15 Minuten und kostet ca. 50 Euro. Hier findest du einen tollen Artikel mit Bildern über das Paragliding in Lima

 

Kulinarik und Nachtleben in Lima

In Miraflores befindet sich auch der „Parque Kennedy„. Hier spielt sich das Nachtleben mit zahlreichen Cafes, Restaurants und Kneipen ab. Ebenfalls empfehlenswert für die alternative Restaurant- und Kneipenszene ist Barranco.

 

Meine Tipps:
Ceviche-Essen im angesagten Szene-Lokal „Canta Rana“ in Barranco (Sraße Genova 101).

 

Szene-Lokal Canta Rana in Barranco

Am Abend lautet die beste Adresse des Bezirks die „Ayahuasca-Bar„. Diese befindet sich in einer alten Villa und die unterschiedlich-stilvoll eingerichteten Räume, verteilen sich auf mehreren Etagen. Mit einem Pisco Sour und typisch peruanischen Pikeos (Fingerfood) kannst du dich, auf deine Zeit in Peru einstellen (Straße San Martin 130, Barranco – Reservierung am Abend empfehlenswert).

 

Das kulturelle Lima im historischen Zentrum

Aufgrund der tiefgreifenden kulturellen Vergangenheit Perus hat Lima kulturtechnisch selbstverständlich auch einiges zu bieten. Neben der Inka-Kultur, als weltbekannte Hochkultur Südamerikas, gab es in Peru auch schon vor der Zeit der Inka weitere nennenswerte Kulturen. Dazu gehören die Chavin-, Moche-, Nazca-, Chimu- und Paracas-Kultur. Lima bietet zahlreiche Museen, in denen die Kulturen vorgestellt und zahlreiches Kunsthandwerk, Skulpturen und Goldschätze aus jener Zeit ausgestellt werden. Die drei bekanntesten Museen sind das Museum Larco, das Nationalmuseum und das Goldmuseum.

 

Wer sich für Archäologie und die alten Kulturen Perus interessiert, für den lohnt sich sicher ein Tagesausflug zu der Ausgrabungsstätte der Wari-Kultur, genannt „Pachacamac„. Diese liegt 40 Kilometer südöstlich von Lima, Touren finden täglich statt.

 

Im historischen Zentrum Limas befindet sich die „Plaza de Armas“ (Hauptplatz) mit ihrem Regierungsgebäude, der Kathedrale und der Kirche San Francisco.

 

Plaza de Armas

Vom Hauptplatz kann man durch eine Einkaufsmeile vorlaufen zur „Plaza San Martin“, dem sogenannten „Weißen Platz“ von Lima. Von dort aus, ist es nicht weit zum Kunstmuseum „Mali (Paseo Colon 125, Parque de la Exposicion).

 

Museen für Kunst in Lima

Ein weiteres empfehlenswertes Museum mit zeitgenössischer Kunst befindet sich in Barranco unter dem Namen „Mate (Avenida Pedro de Osma 409, Barranco).

 

Zwischen Miraflores und dem historischen Zentrum verkehrt man am Besten mit dem Taxi. Eine Fahrt kostet um die 15 Soles. Zwischen Miraflores und Barranco bezahlt man ungefährt 5 – 8 Soles.

 

Surfen in Lima

Wer Wellen-Reiten mag, der kommt in Lima auch auf seine Kosten. An den Stränden, unterhalb der Steilküste von Miraflores, befinden sich zahlreiche kleine Surfschulen, wo man Kurse nehmen oder einfach nur Surfboards für den Tag leihen kann. In den Sommenmonaten von November bis März lohnt sich ebenfalls ein Ausflug zu den südlich-gelegenen Badeorten von Lima.

 

El parque de los aguas

Am Abend lohnt sich ein Abstecher zum „circuito magico del agua“ – im Park „de la reserva“ im Herzen Limas, wo verschiedene Wasserfontänen in bunten Lichter erstrahlen. Ein Spaß für groß und klein. Eintritt 4 Soles.

 

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15 Kommentare
  • Franka

    3. Februar 2015 at 9:33 Antworten

    Hey,
    vielen Dank für das Verlinken meines Artikels :-)
    Deine Seite gefällt mir übrigens richtig gut.
    Weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße,
    Franka

  • Nora

    3. Februar 2015 at 10:39 Antworten

    Hola Franka,
    Dank dir :)
    Ja dein Artikel hat mega gut gepasst!
    Saludos

  • Konrad@acr-container.com

    16. November 2015 at 14:48 Antworten

    Eine sehr tolle Zusammenstellung, liebe Nora! Ich fand Lima ähnlich faszinierend wie du. Vor allem das Mischmasch an verschiedenen Kulturen, Musikstilen, Vierteln, Farben etc. In Lima wird es nie langweilig. Wenn man sich allerdings mit der Umweltverschmutzung dort befasst, möchte man dort definitiv nicht leben. Das kann auf Dauer sicher schädlich sein, aber für eine Reise definitiv ein wundervolles Ziel!

    • Nora

      17. November 2015 at 10:06 Antworten

      Hallo Konrad,

      das hast du recht.
      Ich bin sehr gern in Lima aber nach 3 – 4 Tagen habe ich meistens genug und möchte zurück nach Cusco :)

      Liebe Grüße

      Nora

  • Anja Kastner

    31. Januar 2016 at 9:39 Antworten

    Hola querida Nora,

    ich beschäftige mich gerade intensiv mit Lima, da meine Perureise dort beginnen wird. Dein Artikel gefällt mir sehr gut und steigert meine Vorfreude und Lust, die Stadt kennenzulernen. Kannst Du mir etwas konkretes zum Thema Sicherheit sagen? Ich bin eine Alleinreisende Frau. Wenn ich also im Reiseführer lese „möglichst nicht allein unterwegs sein (bspw. abends)“, was soll ich damit anfangen? Du schreibst, von Miraflores ins Zentrum sollte man am besten ein Taxi nehmen, warum? Weil es zu weit ist (zu weit ist ja sehr subjektiv) oder weil es unsicher ist? Ich gehe gern zu Fuß…

    Also meine Frage: wie sicher ist Lima für eine Alleinreisende Frau?

    Danke Dir!!!

    Muchos saludos
    Anja

    • Nora

      1. Februar 2016 at 14:03 Antworten

      Hallo Anja,

      je nachdem wo du dich in Miraflores befindest, sind es 8 Kilometer bis zum Zentrum und ich weiß nicht, ob du so weit laufen möchtest?

      Am Tag kannst du dich frei bewegen, in Miraflores und Barranco ist es sehr sicher aber am Abend und Nachts solltest du dich nicht weit von den Hauptplätzen entfernen und besser ein Taxi nehmen, wenn du irgendwo hinfährst.

      Richtig Zentrum ist es sehr sicher aber bedenke, dass manchmal ein sicheres Viertel an ein unsicheres angrenzt, daher würde ich dir ans Herz legen, dein Hotelpersonal zu fragen, wo du unbesorgt hingehen kannst und welche Zonen du lieber meidest.

      Liebe Grüße

      Nora

  • Sabine Müller

    7. März 2016 at 16:16 Antworten

    Liebe Nora,

    freudig habe ich deine Seite entdeckt. Wir haben leider nicht soo viel Zeit für unsere Peru-Reise (20 Tage) und wollen durch den Süden reisen. Würdest du uns für Lima eher Miraflores oder Barranco empfehlen? Welches Viertel fandest du schöner? Für mich hört sich Barranco reizvoller an…

    Viele Grüße
    Bine

    • Nora

      7. März 2016 at 17:16 Antworten

      Hey Bine,

      ich mag beide Viertel sehr, vor allem, wenn deine Unterkunft nah am Malecon also an der Flaniermeile liegt. Barranco ist ein schönes Künstlerviertel, ich würde nach der Unterkunft entscheiden ;)

      Liebe Grüße

      Nora

  • Lena

    20. März 2016 at 20:12 Antworten

    Hey Nora,

    ich bin seit Freitag zurück aus Peru. Das Land hat mich wirklich fasziniert. Und durch deinen Blog hatte ich so viele tolle Tipps im Gepäck. Danke dafür! Meine größte Sorge bei meiner Ankunft war meine Sicherheit in Lima. Aber die Peruaner sind so freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit. Ich hab mich wirklich wohl gefühlt. Für die jenigen, die Limas Innenstadt nicht alleine erkunden wollen, kann ich eine Free Walking Tour empfehlen. Die Jungs von Lima by Walking z.B. starten jeden Tag um 11 Uhr im Kennedy Park.

    • Nora

      21. März 2016 at 15:18 Antworten

      Hi Lena,

      muchisimas gracias für deinen lieben Kommentar!
      Ich veröffentliche demnächst einen neuen Artikel über Lima, da müsste ich das mit der Free Walking City Tour mal aufnehmen. Super Vorschlag! Es freut mich übrigens auch sehr zu hören, dass du eine schöne Zeit in Peru hattest und dir mein Blog weiter geholfen hat! Wenn du mal Lust hast, einen kurzen Erfahrungsbericht zu schreiben, würde ich mich freuen.

      Saludos!

      Nora

  • Lena

    22. März 2016 at 17:00 Antworten

    Hey Nora,

    ich habe mich mit der Uhrzeit für die Free Walking Tour vertan. Das Treffen findet zwischen 10:15 und 10:30 im Kennedy Park statt.

    Liebe Grüße

    Lena

    • Nora

      24. März 2016 at 15:28 Antworten

      Ok super :)

  • Robert

    23. März 2016 at 10:44 Antworten

    Hi, noch ein Tipp für ein Ausflug in Lima. Wer genug von der Großstadt hat, kann einen halben Tag auf dem Boot verbringen und mit Seelöwen schwimmen. In Februar war es sogar möglich ohne Neoprenanzug. Es geht zu Islas Palomino. Ich habe den Eindruck gehabt, dass die putzigen Seelöwen sich auf den Besuch freuen. Wir haben hier bei ECOCRUCEROS gebucht: http://www.islaspalomino.com/#_=_. Taxi von Miraflores zum Callao Hafen ca. 45 Minuten ohne Stau (32Sol für Ruftaxi empfohlen von ECOCRUCEROS).

    • Nora

      24. März 2016 at 15:14 Antworten

      Hi Robert! Wie toll, das muss ich unbedingt mal machen, wenn ich wieder in Peru bin :) Gracias!

  • Robert

    8. November 2016 at 1:11 Antworten

    Ankunft am Flughafen:
    Bucht euch ein Taxi im Flughafengebäude. (z.B.: Taxi Green war ok). Oder seit euch schon sicher, wie ihr Preise in Peru richtig verhandelt.
    Alternativ gibt es in Lima mittlerweile auch Uber.

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