Gesundheitshinweise für Peru:

Sicher wird deine nächste Peru-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Damit auch nur die schönen Momente in Erinnerung bleiben und nicht etwa eine nervige Magen-Darm-Infektion und andere Erkrankungen, solltest du gut vorbereitet in den Urlaub starten und folgende Gesundheitshinweise beachten.

 

Bitte beachte, dass die folgenden Hinweise lediglich deiner ersten Information dienen, jedoch keine professionelle medizinische Beratung ersetzen. Vor einer Peru-Reise solltest du unbedingt deinen Hausarzt und ggf. einen Tropenmediziner aufsuchen.

 

Zudem solltest du unbedingt vor Antritt deiner Reise eine Auslandskrankenversicherung abschließen!

 

Im Vorfeld solltest du deinen Hausarzt konsultieren über:

– Deinen Impfschutz und lasse Standardimpfungen, wie Diphtherie, Polio und Tetanus auffrischen. Zudem sind Impfungen gegen Tollwut, Hepatitis A, Typhus und ggf. auch gegen Hepatitis B zu empfehlen. Solltest du in das Amazonasgebiet reisen, benötigst du die Gelbfieberimpfung, welche auch im Impfausweis kontrolliert werden kann. Für die Weiterreise in ein Gelbfieber-Risikoland kann die Impfung vorgeschrieben sein. Bitte bedenke, dass einige Schutzimpfungen mit einem zeitlichen Abstand zueinander verabreicht werden und somit einige Zeit nötig ist, bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht. Gehe daher rechtzeitig zum Arzt.

 

– Spreche mit deinem Arzt zudem über das Thema Malaria. Wenn du in Amazonasgebieten unterwegs bist, besteht ein gewisses Malaria-Risiko. Lasse dich über die verschiedenen Medikamente (Prophylaxe oder Stand-by-Therapie) beraten. Nur dein Arzt kann dir sagen, ob Medikamente überhaupt geeignet sind und wenn ja, welche.

 

– Bei weiteren gesundheitlichen Problemen jeglicher Art solltest du ebenfalls deinen Hausarzt konsultieren. Bedenke, dass du während einer Peru-Reise einen Großteil der Zeit auf Höhen von über 3.000 Metern verbringst. Das beansprucht den Körper viel mehr als gewöhnlich und sollte vor allem bei Asthma und Herz-Kreislaufbeschwerden berücksichtigt werden.

 

Gang zum Zahnarzt: Denke an eine rechtzeitige Zahn-Routineuntersuchung vor deiner Reise. Du ersparst dir vor Ort einiges Leid, sollte es zu Zahnproblemen kommen. Der Gang zum Zahnarzt in Peru ist mit sehr viel Nerven und kostbarer Urlaubszeit verbunden!

 

An folgende Gesundheitshinweise solltest du vor Ort denken:

Magen-Darm-Infektionen: Es ist der Klassiker unter den Urlaubskrankheiten. Einmal nicht gut aufgepasst bei der Essenswahl und du fängst dir schnell eine Magen-Darm-Infektion ein und verbringst kostbare Tage im Hotel. Die Übeltäter sind verunreinigtes Wasser, verdorbene Speisen oder einfach auch ungewohntes Essen. Hier ein paar Tipps die du beachten solltest:

 

– Trinke ausschließlich abgefülltes Wasser und NIEMALS Leitungswasser. Auch beim Zähneputzen verwendest du bestenfalls Wasser aus der Flasche. Selbst wenn du Wasser kochst, ist es besser, du nimmst gekauftes Wasser aus der Flasche. Wasser kocht in der Höhe viel schneller. In Höhen wie Cusco bei rund 3.000 Meter sogar schon bei ca. 85 Grad. Das heißt, nicht alle Bakterien werden abgetötet und es kommt schneller zu Infektionen.

 

– Auch wenn die Verlockung groß ist, verzichte auf Speisen von Straßenständen. Diese Speisen sind ausschließlich was für abgehärtete peruanische Mägen :-) Erkundige dich ruhig nach dem Namen der Speise. Die meisten Köstlichkeiten findest du auch in den Restaurants.

 

– Auf den Märkten solltest du nur schälbares Obst kaufen und essen. Nicht schälbares Obst und Gemüse solltest du vor dem Verzehr gut abwaschen (Flaschenwasser). Trinke zudem keine offenen Fruchtsäfte oder Milch.

 

– Verzichte auf Eisspeisen und Eiswürfel in Getränken.

 

Sonnenbrand: Die gute Nachricht, in den Anden scheint die Sonne regelmäßig. Arequipa zählt sogar die meisten Sonnenstunden im Jahr. Schlechte Nachricht, Sonnenbrand ist da fast vorprogrammiert aber gut, dass du jetzt bestens informiert sein wirst :-) Die Lösung heißt, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Lippencreme mit Lichtschutzfaktor, Sonnenhut und Sonnenbrille. Auch Sonnenanbeter sollten sich gut vor der Sonneneinstrahlung schützen. Aufgrund der Höhe ist die Intensität der Sonnenstrahlen viel höher. Auch bei bewölkten Himmel besteht Sonnenbrandgefahr.

Höhenkrankheit (sog. „Soroche“): Deine Peru-Reise führt dich unweigerlich auf Höhen über 3.000 Meter. Vielleicht warst du schon einmal auf solch einer Höhe und weißt, wie dein Körper darauf reagiert. Die Meisten von euch waren bestimmt noch nie so hoch bzw. noch nie für längere Zeit. Generell gilt, die Höhenkrankheit trifft unabhängig von Alter und Fitness einer Person ein und ist daher nicht vorhersehbar. Kinder und sportliche Personen sind eventuell benachteiligt, da sie ihr Tempo zu schnell wählen oder sich ruckartig bewegen. Grund dafür ist der abnehmende Luftdruck bei steigender Höhe. Die Lungen und Organe werden mit weniger Sauerstoff versorgt (Sauerstoffunterversorgung = Hypoxie) und müssen somit auch mit weniger Sauerstoff klarkommen. Für den Körper ist es daher am besten, sich langsam an die Höhe zu gewöhnen. Gerade die richtig gewählte Reiseroute hilft der Akklimatisierung enorm. In meinem Blog spielt das Thema Höhenanpassung bei den Reiserouten eine wesentliche Rolle. Als weitere Tipps kann ich viel Trinken und leichte Speisen empfehlen. Von Medikamenten die angeblich gegen die Höhenkrankheit wirken, würde ich tendenziell abraten. Aber auch hier konsultiert ihr besser euren Hausarzt. Altes peruanisches Geheimrezept gegen die Höhe ist das Kauen von Koka-Blätter oder das Trinken von Koka-Tee (Mate de Coca). Der Konsum von Koka-Blättern ist in Peru völlig legal, die Einfuhr nach Deutschland ist allerdings verboten.

 

Weitere Informationen zum Thema Gesundheit findet ihr auf folgenden Seiten:


– Auswärtige Amt
– Centrum für Reisemedizin
– Robert Koch Institut

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nora

Hola! Ich bin’s die Nora, das Gesicht hinter Info-Peru.

Ich habe über zwei Jahre bei lokalen Reiseagenturen in Cusco gearbeitet und bin schon viel durch Peru gereist. Für mich bedeutet dieses Land „Vielfalt“. Vielleicht ist es die peruanische Höhenluft, die mich zum Schreiben inspiriert – auf jeden Fall könnte ich mir nichts schöneres vorstellen.

 

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