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Fotografieren in Peru – Interview mit Fotograf Diego

Diego Nishiyama Villasante ist Fotograf aus Cusco. Er hat sich der Landschaftsfotografie verschrieben, arbeitet jedoch ebenso als Mode-, Event- und Produktfotograf. Sein Wissen teilt er mit anderen Fotografie-Begeisterten in Form von Seminaren und Workshops. Mit Touristen geht er auf Erkundungstouren und zeigt ihnen fotografisch reizvolle Zonen von Cusco und Umgebung.

Fotografieren in Peru

Als ebenso leidenschaftliche Fotografin, bin ich auf Diegos Fotografien bei Facebook aufmerksam geworden. Besonders berührt haben mich seine Sternfotografien bei Nacht und die authentisch ungestörten Stimmungen seiner Menschen-Aufnahmen.

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Interview mit Diego

Fotografieren in Peru ist für viele Reisende ein wichtiger Bestandteil ihrer Zeit in Peru. Wie ein peruanischer Fotograf seine Heimat durch die Kamera sieht, erfahrt ihr in diesem Interview. Ich habe Diego ein paar neugierige Fragen gestellt und freue mich seine Antworten und Fotos mit euch zu teilen.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Diego: Schon als kleines Kind hat mich die Fotografie fasziniert, praktisch mein ganzes Leben bin ich in diese Welt der visuellen Bilder verwickelt. Kein Wunder, meine Familie besitzt einen Fotoladen und meine erste Kindheitserinnerung war, wie ich in einem dunklen Raum meinem Vater dabei behilflich war, schwarz-weiß Bilder für Ausweise zu entwickeln. Später war es meine Aufgabe die Besucher unseres Ladens zu beraten, ihnen Tipps zu geben, wie sie bessere Fotos machen können. Mit 15 Jahren entwickelte ich die ersten Fotos in Farbe. Dieses wertvolle Wissen, welches ich seit klein auf aufgesogen habe, konnte ich mir dann beim Kauf meiner ersten professionellen Kamera zu Nutze machen.

Was gefällt dir so an der Fotografie?

Diego: Ich liebe die Fotografie weil sie mir hilft, all das zu zeigen, was uns vereint („lo nuestro“) – aber aus meiner Perspektive, die Welt durch meine Augen sozusagen. Es gibt Orte, die wir nicht immer besuchen können aus verschiedenen Gründen aber es sind magische Orte. Also versuche ich genau diese Orte mit meiner Fotografie zu präsentieren, sie „festzuhalten“, einfach weil so viele dieser Orte sich Tag für Tag verändern, den Klimaveränderungen zur Folge. Vieles verschwindet schneller, als wir in der Lage wären, es zu bemerken.

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Was genau möchtest du mit deiner Fotografie kommunizieren?

Diego: Mit der Fotografie möchte ich die Verbindung zwischen mir und dem Moment kommunizieren, die Verbindung zur Erde, mit der Luft, mit einem Berg, mit dem Wasser, auch mit der Stadt, einer Person oder einer Gruppe von Personen. Ich kommuniziere damit sowohl die Schönheit, die uns umgibt, ebenso wie das Traurige – die Tatsache, dass wir das Schöne dabei sind, Stück für Stück zu verlieren.

Was fotografierst du am liebsten?

Diego: Ich bin leidenschaftlicher Natur-Fotograf, am liebsten fotografiere ich Landschaften aber beruflich fotografiere ich viele unterschiedliche Dinge. Ich mache Mode-Fotografie, ebenso wie Produkt-Fotografie und Portrait-Aufnahmen.

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Mit welcher Ausrüstung fotografierst du?

Diego: Ich arbeite vorrangig mit Canon 60D und 70D und verschiedenen Objektiven, die ich je nach Anlass einsetze. Darunter ein Weitwinkelobjektiv für Landschaftsaufnahmen, ein Super-Zoom-Objektiv für Tieraufnahmen und ein lichtstarkes Objektiv für Portrait-Aufnahmen. Ich besitze auch einige alte Nikon-Objektive, diese verwende ich an meiner neuen Canon-Kamera mit einem Adapter. So vielfältig Peru ist, so vielfältig sind auch die Objektive.

Was ist das Geheimnis deiner Sternfotografie?

Diego: Es ist gar kein so großes Geheimnis. Als erstes muss man sich von der Stadt und seinen Lichtern, den sogenannten „Störlichtern“ entfernen, also sich in absoluter Dunkelheit befinden. Das wichtigste für Fotografien bei Nacht ist ein gutes Stativ. Ohne Stativ werden Fotos bei Nacht einfach nichts. So ist es möglich eine hohe Belichtungszeit zu wählen. Mindestens 30 Sekunden sollten eingestellt werden. Bei einer Belichtungszeit von über 1.000 Sekunden fotografiere ich meist offenblendig. Die besten Nächte für Sternfotografien sind Nächte ohne Mond, bzw. wenig Mond.

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Welche Ratschläge gibst du einem Reisenden, der gute Fotos von Peru machen möchte?

Diego: Ich denke, die ersten Stunden des jungen Tages nutzen, denn das Licht am Morgen wie auch das Licht am späten Nachmittag begünstigt kontrastreiche und farbintensive Fotos. Die beeindrucktesten Abenddämmerungen, die man gesehen haben sollte, gibt es meiner Meinung nach an der Küste und im Regenwald. Aber auch die Anden mit ihren Wanderrouten durchs Gebirge eignen sich für tolle Landschaftsfotografie. Noch haben wir die Gelegenheit, diese wundervollen Landschaften mit den schneebedeckten Bergen zu bewundern, bevor sie eines Tages verschwunden sind. Der Regenwald bietet mit seiner Artenvielfalt ebenfalls den perfekten Ort für grandiose Naturfotografie.

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Also, kommt nach Peru! Vengan!

Du bist ebenfalls ein Fan der Fotografie und möchtest mit besonderen Fotos aus Peru nach Hause reisen? Dann hättest du mit Diego den perfekten Foto-Guide an deiner Seite. Du kannst Touren und Preise gern über mich bei ihm anfragen. Bitte sende deine Anfrage rechtzeitig, denn Diego arbeitet mit vielen Agenturen zusammen und ist schnell mal ausgebucht.

Hier noch einmal seine Fotos bei Facebook.

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2 Kommentare
  • Alexander

    12. Juli 2016 at 15:40 Antworten

    Hallo Nora,

    ich würde Diego gerne etwas fragen, hättest Du vielleicht seine Email Adresse? Falls das aus Datenschutzgründen nicht geht, wäre es möglich ihm meine Email Adresse zu geben?
    Viele Grüße
    Alexander

    • Nora

      12. Juli 2016 at 15:44 Antworten

      Hi Alex,

      hab dir ne Mail geschickt :)

      Saludos,

      Nora

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